GB-WAHL/ /Trotz herber Wahlverluste: Theresa May will Regierung bilden

Theresa May

May will eine Regierung mit Unterstützung der nordirisch-unionistischen DUP (Democratic Unionist Party) bilden. Diese Regierung werde "Sicherheit geben" und Großbritannien "in dieser für unser Land schwierigen Zeit" vorwärtsbringen.

Die DUP, die die Tory-Regierung nun stützen soll, ist die Partei der nordirischen Unionisten. Die Brexit-Verhandlungen gingen im gleichen Zeitplan wie vor der Wahl weiter, so May. Man werde sich jetzt auf einen Brexit-Deal konzentrieren, der eine "neue Partnerschaft" mit der EU sicherstelle.

In der kurzen Rede an der Seite ihres Mannes Philip, während der May im Gegensatz zum frühen Morgen wieder selbstsicher wirkte, kündigte sie erneut einen entschlossenen Kampf gegen islamistischen Extremismus an. Großbritannien war in den vergangenen Wochen von drei Terroranschlägen erschüttert worden. Eine Regierungsbildung mit der Labour-Partei schloss Dodds hingegen aus.

Umfragen legen aber nahe, dass May am Ende eher gerupft als gestärkt aus der Wahl herausgehen könnte: Der Abstand zur Labour-Partei von Jeremy Corbyn ist stark geschmolzen. Corbyn erklärte am Freitag selbstbewusst: "Es ist sehr offensichtlich, wer die Wahl gewann". Zuvor hatte er May aufgefordert, ihren Posten zu räumen. Eine eigene Mehrheit haben auch die britischen Sozialdemokraten nicht.

John McDonnell - möglicher Finanzminister in einem Labour-Kabinett - hatte angekündigt, seine Partei werde eine Minderheitsregierung anstreben. Kommentatoren halten es aber für unwahrscheinlich, dass Labour damit erfolgreich sein wird.

Die Tories kamen nach Auszählung fast aller Wahlkreise auf 317 Mandate, zwölf weniger als bisher. Die Abstimmung gilt aber als reine Formsache, weil die Mehrheiten vorher feststehen sollten. An den Mehrheitsverhältnissen im Parlament ändert das Ergebnis aber nichts mehr.

Der komplizierte Wahlausgang ist auch wichtig für die anstehenden Brexit-Verhandlungen zwischen London und Brüssel. Seit März läuft eine zweijährige Frist bis zum EU-Austritt Großbritanniens 2019.

EU-Ratspräsident Donald Tusk warnte vor einem Scheitern der Brexit-Verhandlungen. In einem Gratulationsbrief an May dringt er auf eine möglichst schnelle Aufnahme der Brexit-Verhandlungen mit möglichst geringen Auswirkungen auf Bürger und Wirtschaft.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ging nicht von einem zügigen Beginn der Brexit-Gespräche aus. "Jetzt sind die Briten am Zug". "Der Staub in Großbritannien muss sich jetzt legen", sagte Juncker der "Süddeutschen Zeitung" am Freitag. Nun werde man Verhandlungen aufnehmen und darüber beraten, wie man dem Land Stabilität geben könne. "Bevor wir uns die Frage einer Verlängerung der Verhandlungen mit unseren britischen Freunden stellen, möchte ich sie erst einmal beginnen lassen", sagte der 62-Jährige am Freitag am Rande einer Sicherheitskonferenz in Prag.

Nicolai von Ondarza von der Stiftung Wissenschaft und Politik sagte im Deutschlandfunk, er sei überrascht, dass die britische Premierministerin plane, im Amt zu bleiben.

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