Niederlage für May: Tories verlieren Regierungsmehrheit

Britische Flaggen vor dem Big Ben am Palace of Westminster in dem das britische Parlament tagt. Die Briten wählen heute ein neues Parlament

"Wenn ich sechs Sitze verliere, werde ich die Wahl verlieren und Jeremy Corbyn wird mit den europäischen Präsidenten, Premiers und Regierungschefs den Brexit verhandeln". Mit den Stimmen der Nordiren könnten die Tories dann ihre Vorhaben durchs Parlament bringen.

Mehr als 30 Jahre lang ist er ein Hinterbänkler bei Labour im britischen Parlament. Bei dem Zwischenstand kamen die Tories auf 256 Abgeordnete und Labour auf 231.

Die britischen Konservativen könnten bei der Unterhauswahl die absolute Mehrheit im Parlament verlieren.

Wie geht es in Großbritannien nun weiter?

Damit steht fest, dass sich die britische Regierungschefin Theresa May mit den vorgezogenen Wahlen keinen Gefallen getan und sich vielmehr gründlich verkalkuliert hat.

Großbritanniens Premierministerin Theresa May (60) verlor mit ihren konservativen Tories laut vorläufigen Ergebnissen 12 Plätze im Parlament, kommt nur noch auf 318 von 650 Mandaten. Am Freitag bat sie Königin Elizabeth II. um die Erlaubnis für eine Regierungsbildung. Das teilte ein Regierungssprecher am Freitagmittag mit.

Gemeinsam mit der EU-skeptischen Democratic Unionist Party aus Nordirland käme man aber auf eine regierungsfähige Mehrheit. Eine Absprache mit der DUP gebe es dafür bereits.

Statt eines Rückzugs kündigte May an, eine neue Regierung zu bilden. Ein Sprecher der Liberaldemokraten sagte, er könne sich nur schwer vorstellen, wie seine Partei in eine Koalition eintreten könnte.

Britischen Medienberichten zufolge strebt May eine von der DUP geduldete Minderheitsregierung an. Nachwahlbefragungen sahen die Partei von Premierministerin Theresa May bei nur 314 der 650 Sitze, wie die BBC nach Wahlschluss berichtete. Wie aus Downing Street verlautete, sollen Außenminister Boris Johnson und Brexit-Minister David Davis im Amt bleiben, ebenso wie Finanzminister Philip Hammond, Verteidigungsminister Michael Fallon und Innenministerin Amber Rudd. Ihr Herausforderer Jeremy Corbyn, dessen Labour-Partei stark zulegen konnte, forderte die Regierungschefin noch in der Nacht zum Rücktritt auf. Sie habe mit ihren Konservativen Sitze, Stimmen, Unterstützung und Vertrauen verloren, sagte der Altlinke in der Nacht zum Freitag. Sie müsse abtreten und Platz machen für eine "wirklich repräsentative Regierung". Angesichts der bevorstehenden Verhandlungen über den EU-Austritt Grossbritanniens wäre es allerdings riskant, wenn die Regierung sich wechselnde Mehrheiten suchen müsste. Die Torys wollen gerne regieren, brauchen aber einen Koalitionspartner.

Die Briten verpassten ihr eine Wahlklatsche, dennoch will Theresa May weitermachen. Ein eindeutiges Mandat für eine kompromisslose Trennung von der EU ist die Wahl jedenfalls nicht. Nachdem sie vor dem Brexit-Referendum noch für den Verbleib in der EU votiert hatte, wenn auch nur halbherzig, sprach sie sich als Premierministerin für einen harten Brexit aus. Brexit bleibt Brexit - diese Linie werden weder Konservative noch Labour antasten.

Unruhe macht sich derweil unter EU-Politikern breit.

Mays Wahlkampf-Strategie und ihre ungelenkes Auftreten in der Öffentlichkeit hatten ihr viel Kritik eingebracht. "Bei einer Koalitions-Regierung könnte das Gegenteil der Fall sein, das würde ein stärkeres Gewicht für moderate, globalisierungsbefürwortende Kräfte bedeuten". Eine absolute Mehrheit erreichte aber keine der beiden Parteien.

Von Deutschland aus betrachtet sind die Folgen für die Brexit-Verhandlungen wohl das Wichtigste an dieser Wahl. 2010 gingen die Konservativen eine Koalition mit den Liberaldemoraten ein.

Als May im April die Neuwahl ausrief, lagen die Konservativen zeitweise noch mehr als 20 Prozentpunkte vor Labour.

Corbyn wusste Mays Schwächen auszunutzen. Corbyn versprach hingegen 10.000 zusätzliche Polizisten. Damit würden die Tories die absolute Mehrheit von 326 Sitzen klar verfehlen.

UKIP holte keinen einzigen Sitz.

Bei der Wahl wurde die Schottische Nationalpartei wird mit 35 Sitzen drittstärkste Kraft.

London. Die Mehrheitsverhältnisse in Großbritannien sind noch nicht geklärt.

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