Trump sieht sich durch Comeys Aussage "vollständig" rehabilitiert

US-Präsident Donald Trump im East Room des Weißen Hauses in Washington

In einer ersten direkten Reaktion auf die Senatsanhörung von Ex-FBI-Chef James Comey hat sich US-Präsident Donald Trump in seiner Version der Dinge bestätigt gesehen. Außerdem hatte Comey am Donnerstag nochmals bestätigt, dass das FBI bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt des Direktors nicht direkt gegen Trump ermittelte. Er sehe sich vollständig entlastet, bestätigte Trump.

Kasowitz wies demnach zahlreiche Vorwürfe des ehemaligen FBI-Chefs kategorisch zurück, wobei er sagte: "Heute hat Herr Comey zugegeben, dass er Freunden seine angeblichen Memos von diesen unter Vertrauensschutz stehenden Gesprächen weitergegeben hat, von denen eines nach seiner Aussage als Geheimsache eingestuft war".

Er gehe inzwischen davon aus, dass die Russland-Affäre die entscheidende Komponente seiner Entlassung war.

Auf Nachhaken republikanischer Senatoren präzisierte Comey aber, dass ihn Trump nicht mit eindeutigen Worten um eine Einstellung der Ermittlungen gebeten habe. Er warf der Regierung zudem vor, falsche Aussagen über seine Entlassung und das FBI verbreitet zu haben. Er habe sich von Trump unter Druck gesetzt gefühlt, die Ermittlungen gegen den früheren nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn wegen dessen Russland-Kontakten fallen zu lassen. Er untermauerte aber Vorwürfe einer Einflussnahme des Präsidenten auf FBI-Ermittlungen.

Auch in den amerikanischen Medien wurden Comeys Aussagen vollkommen unterschiedlich kommentiert. Er beantworte diese Fragen gerne dem FBI-Sonderermittler Robert Mueller. Wird er aber letztlich wegen des Verdachts der Verbrüderung mit einer fremden Macht oder wegen Behinderung der Justiz und Machtmissbrauchs zum Rücktritt gezwungen, dann zeigen schon jetzt Umfragen, was für ein großer Teil der Amerikaner aufatmen wird.

Nach seiner Entlassung gab Comey via einen Freund Gesprächsnotizen an die "New York Times" weiter. Trumps Anwalt sagte, es sei an den Justizbehörden zu prüfen, ob wegen dieser Enthüllungen ermittelt werden müsse. "Comey: Trump log über Gründe der Entlassung", titelte MSNBC.

Comey wollte damit erreichen, dass in der Russland-Affäre ein Sonderermittler eingesetzt wird.

Ein Vier-Augen-Gespräch, das Trump mit Comey am 14. Februar über den Fall Flynn geführt haben soll, spielte bei der Anhörung eine zentrale Rolle. Dem Sender CNN zufolge hat er ein drittes Treffen mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak während des Wahlkampfes verschwiegen. Demokraten sprachen dagegen von einem Verhaltensmuster Trumps, das darauf hinweise.

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