US-Außenminister fordert Lockerung der Katar-Blockade

Die Türkei baut die militärische Zusammenarbeit mit Katar aus und stationiert zusätzliche Truppen in dem Emirat

Das Emirat selbst zeigte sich zu Gesprächen mit seinen Widersachern bereit. "Wir sind der festen Überzeugung, dass jetzt die Stunde der Diplomatie ist", betonte Gabriel in der Hoffnung, dass die See- und Luftblockade schnell beendet wird.

Saudi-Arabien und seine arabischen Verbündeten bezichtigen Katar der Finanzierung des islamistischen Terrorismus und versuchen, den Wüstenstaat zu isolieren.

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am Montag überraschend die diplomatischen Beziehungen zu Katar gekappt und eine Blockade gegen das Golfemirat verhängt. Für die Betroffenen bedeutet der Eintrag auf der "Terrorliste" vor allem Kontensperren und erschwerte Auslandsgeschäfte. Doch behindere die "sich entwickelnde Lage" in Katar die Planung "längerfristiger Militäroperationen", schrieb Davis im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Mohammed Al Thani wies die neuen Sanktionen als unbegründet zurück. Die drastischen Maßnahmen begründeten die Staaten unter anderem damit, dass Katar Verbindungen zu "Terrororganisationen" unterhalte. Dieser warnte vor einer Verschärfung des Konflikets und rief in der schwersten diplomatischen Krise am Golf seit Jahren zu Gesprächen auf. "Die internationale Staatengemeinschaft und auch Deutschland machen sich große Sorgen über das, was dort passiert", sagte Gabriel. Am Freitag sagte er wiederum, er habe entschieden, dass es an der Zeit sei, Katar zu sagen, dass es mit der Terrorfinanzierung aufhören müsse.

Er forderte zugleich, dass der Golfstaat seine Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus verstärken müsse, auch wenn Katar in dieser Hinsicht bereits Fortschritte gemacht habe. Führerschaft bedeute, seine Politik zu überdenken und nicht auf einem Zickzackkurs weiterzugehen.

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