Auto | Uber-Verwaltungsrat: Maßnahmen nach Sexismus-Ermittlungen

Bereits gestern fand in Berlin die ADFC Sternfahrt die weltweit grösste Fahrrad Demonstration statt

Die Führung des US-amerikanischen Fahrdienstvermittlers Uber steht nach Ermittlungen wegen Vorwürfen von Sexismus und Diskriminierung in der Kritik.

Könnte länger beurlaubt werden: Uber-Chef Travis Kalanick. Die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit würden voraussichtlich am Dienstag über Änderungen informiert, hieß es. Arianna Huffington, eine der sieben stimmberechtigten Mitglieder im Uber-Führungsgremium, sagte jüngst, Kalanick müsse von einem streitlustigen Unternehmer zum Lenker eines Weltkonzerns heranwachsen. Eine Untersuchungskommission unter Vorsitz des früheren Justizministers Eric Holder nahm Uber daraufhin unter die Lupe. Jetzt möchte der Verwaltungsrat von Uber laut einem Medienbericht über eine Beurlaubung von Uber-Chef Travis Kalanick beraten. Das Treffen des Aufsichtsrates sei in der Nähe von Los Angeles statt am Firmensitz in San Francisco angesetzt worden, weil Kalanick dort Zeit mit seinem Vater verbringe, schrieb das "Wall Street Journal".

Uber und Kalanick gerieten in den vergangenen Wochen immer stärker unter Druck. Ein mehrmonatiger Urlaub für Kalanick könnte ausserhalb des Unternehmens auch als Bestrafung aufgefasst werden. Michael stand bereits in der Kritik, seit er 2014 in einem vermeintlich vertraulichen Gespräch darüber fantasiert hatte, wie man das Privatleben einer kritischen Journalistin ausforschen könnte. Das wegen seiner aggressiven Firmenkultur und Wachstumsstrategie berüchtigte Unternehmen musste eine tiefgreifende Untersuchung einleiten, nachdem eine ehemalige Software-Entwicklerin von sexuellen Belästigungen und Diskriminierung berichtete. Unter anderem schrieb sie, ein Vorgesetzter habe Sex von ihr gewollt - und sei unbestraft geblieben, nachdem sie das gemeldet habe.

Die Kapitalgeber von Uber räumen in der Führungsmannschaft auf, nachdem sich zuletzt einige Top-Manager daneben benommen haben. Kalanick versprach danach, künftig erwachsener agieren zu wollen und in den vergangenen Monaten wurde nach einer starken Nummer zwei für ihn gesucht.

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