BKA nimmt Betreiber einer deutschsprachigen Darknet-Plattform fest

Das Bundeskriminalamt hat in Karlsruhe den mutmaßlichen
Betreiber einer großen Darknetplattform im Internet festgenommen
und den Plattformserver beschlagnahmt. Über die Plattform seien
Drogen und Waffenverkäufe angebahnt worden hieß

Über das Forum soll auch der Kauf der beim Amoklauf in München im Juli 2016 eingesetzten Waffe abgewickelt worden sein.

Der mutmaßliche Betreiber einer Darknet-Plattform ist in Karlsruhe festgenommen worden. Infografik: Anteile der Inhalte im Tor-Darknet Beamte des BKA hätten gemeinsam mit Spezialkräften der Bundespolizei am Abend des letzten Donnerstags bei dem Mann in Karlsruhe die Aktion durchgeführt, bei der auch die Wohnung des Mannes durchsucht wurde. Der 30-Jährige wird demnach verdächtigt, die Darknetplattform als Forum seit März 2013 als alleiniger Administrator betrieben zu haben. Rund 20.000 registrierte Mitglieder seien hier verzeichnet worden. Über diese Plattform seien Drogen- und Waffenverkäufe angebahnt worden, teilte das BKA am Montag in Wiesbaden mit. Anlässlich der Durchsuchung konnten zahlreiche Beweismittel, insbesondere Computer, Datenträger sowie geringe Mengen Betäubungsmittel sichergestellt werden. Damals hatte ein 18-Jähriger am Olympia-Einkaufszentrum in München neun Menschen getötet und sich dann selbst erschossen.

Der Identifizierung des Tatverdächtigen gingen monatelange verdeckte Ermittlungen voraus.

Inzwischen ist der Server, über den die Plattform betrieben wurde, lokalisiert und beschlagnahmt. Gehandelt wurden hier unter anderem Falschgeld, gefälschte Personalausweise, ausgespähte Kreditkartendaten und Kundenkonten auf Internethandelsplattformen sowie gefälschte Bankkonten. Der mutmaßliche Waffenhändler war bereits im August in Marburg festgenommen worden. Auf die Webseite wurde ein Sicherstellungsbanner geladen.

Der Beschuldigte ist am 09. Juni 2017 dem Haftrichter am Amtsgericht Karlsruhe vorgeführt worden, der einen bereits erlassenen Haftbefehl des Amtsgerichts Gießen wegen des Verdachts der Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Waffen und Betäubungsmitteln verkündet hat.

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