Außenseiterin Ostapenko gewinnt French Open

Nach ihrem sensationellen Finaleinzug bei den French Open freute sich Jelena Ostapenko auf eine kleine Geburtstagsparty. Die Kielern war in Paris bereits in der ersten Runde gescheitert. Und eins schien tatsächlich gewiss: Langweilig würde es Fans und Beobachtern nicht werden mit ihr, die bei den French Open 299 direkte Gewinnschläge auspackte, mehr als jeder andere Spieler, mehr als jede andere Spielerin. Zwei Tage nach ihrem 20. Geburtstag bezwang die Lettin im Endspiel die favorisierte Simona Halep (ROM/4) mit 4:6, 6:4, 6:3. "Falls es nötig ist, spiele ich noch 20 Jahre, um diesen Moment zu erleben".

Die Schweizer Tennisspielerin Timea Bacsinszky hat eine grosse Chance verpasst, erstmals den Final des French Open zu erreichen. Sie muss auch auf den Sprung auf den Tennisthron noch warten, die Deutsche Angelique Kerber bleibt vorerst die Nummer eins.

Doch Ostapenko schlug im wahrsten Sinne des Wortes zurück. "Ich versuche das abzustellen, aber es klappt nicht immer", sagt Ostapenko, die nicht Tennis spielt, um Beliebtheitswettbewerbe zu gewinnen. "Lieber schön Shoppen gehen hier in Paris - aber da fehlt mir ja eigentlich die Zeit", sagte die 20-jährige Ostapenko - und grinste keck. Auf Sand ist und bleibt der 31-Jährige aber eine Ausnahmeerscheinung. Die Entscheidung musste im dritten Satz fallen. Für Wawrinka wäre es nach 2015 der zweite Triumph im Stade Roland Garros.

Die Fans in Paris sahen ein spannendes Finale. Eine irre Statistik für einen Grand-Slam-Champion. "Ein neuer Star ist geboren", meinte die amerikanische Tennislegende Chris Evert, "es wurde auch Zeit. Das ist witzig", sagte die Lettin dazu. "Ich werde einige Zeit brauchen, um das zu verdauen", sagte Halep. "Die Götter wollten, dass Ostapenko gewinnt".

In ihrer lettischen Heimat wurde der überraschende Erfolg überschwänglich bejubelt.

Mit ihrer speziellen Spielweise brachte Ostapenko das Publikum schnell auf ihre Seite.

"Harte Arbeit, Charakter und Kampfgeist". Doch hindurch spazierte sie, Jelena Ostapenko, wild, unberechenbar, couragiert, leidenschaftlich, giftig und streitbar. "Ich bin stolz!", schrieb Staatspräsident Raimonds Vejonis bei Twitter. Regierungschef Maris Kucinskis twitterte: "Lettland kann sich jetzt auch Tennisgroßmacht nennen".

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