BGH klärt: Müssen Bankkunden für TAN-SMS extra zahlen?

BGH klärt: Müssen Bankkunden für TAN-SMS extra zahlen?

Das geht Verbraucherschützern zu weit.

Der Bundesgerichtshof (BGH) prüft am Dienstag (09.00 Uhr) die Zulässigkeit von Gebühren für smsTAN im Online-Banking. Er hält es für unzulässig, dass die Sparkasse ihren Kunden beim Online-Banking für die Übermittlung der Transaktionsnummer (TAN) per SMS zehn Cent berechnet. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat stellvertretend die Kreissparkasse Groß-Gerau verklagt. Aus Sicht der Verbraucherschützer müsste der Service deshalb inklusive sein. Das Karlsruher Urteil wird entweder am Dienstagnachmittag oder zu einem späteren Termin verkündet. Dort kostete das "direktKonto", das rein übers Internet läuft, zwei Euro im Monat. Aber nur ein Teil der Institute bietet das SMS-TAN-Verfahren kostenlos an, wie Sprecher Steffen Steudel schildert. In der knapp einstündigen Verhandlung hatten sie bereits erklärt, dass sie den Fall nicht vorberaten hätten und alles noch offen sei. Genaue Zahlen gibt es nicht. Aber nach Auskunft der Dachverbände kommt es häufiger vor, dass Institute für jede verschickte TAN einen Cent-Betrag kassieren oder etwa nur fünf Frei-SMS im Monat anbieten.

Allerdings besteht das Risiko, dass die Klage der Verbraucherschützer aus formalen Gründen scheitert. Damit Kriminelle nicht mit wenigen Klicks Konten leerräumen können, ist das Verfahren mit einer Sicherheitsabfrage geschützt. Das könnte zu vage sein. Viele Kunden empfangen sie per SMS.

Zehn Cent pro SMS müssen Kunden einer Sparkasse in Hessen für jede TAN bezahlen, die sie per SMS erhalten - zusätzlich zu einer Pauschale für die Kontoführung.

Für die Verbraucherzentralen brachte BGH-Anwalt Peter Wassermann vor, dass Banken den Versand der Nummern nicht unabhängig von deren Einsatz in Rechnung stellen dürften. Die Kunden hätten also ausreichend Gratis-Alternativen gehabt.

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