Champions League ab 2018 nur noch im Pay-TV zu sehen

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Es ist das erste Mal in der Geschichte der Königsklasse, dass alle Spiele in Deutschland und Österreich nur gegen direkte Bezahlung gezeigt werden. Frank Steffel: "Der vollständige Erwerb der Champions League Rechte durch Sky ist eine Konsequenz der Entwicklung der vergangenen Jahre". Über den Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben. Branchen-Experten schätzen, dass das Dreijahrespaket für die Rechte mehrere hundert Millionen Euro kostet. 1,38 Milliarden Euro zahlt der Pay-TV-Sender BT Sports für drei Spielzeiten.

Sky ging auf der Insel leer aus, nun ist die Freude beim Unternehmen groß.

Der Uefa geht offensichtlich nur noch ums Geld. Das dürfte neben den Fans auch die Sponsoren des teilnehmenden Clubs ärgern. "Dazu erleben Fans bei DAZN die Premier League, La Liga, Serie A und Ligue 1 live sowie umfassende Highlights aller Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga". Wer welche Spiele zeigen wird, ließen die Medienunternehmen am Dienstag offen. Wenn es einzelne Spiele ausschließlich auf der Streamingplattform zu sehen gibt, müssten Sky-Kunden ein zusätzliches Abonnement erwerben, um das gewohnte Komplett-Angebot zu haben. "Dabei bleibt DAZN seiner 'Fans first' Philosophie treu - ein niedriger monatlicher Preis, jederzeit monatlich kündbar". Der Pay-TV-Sender bekommt endlich mehr Exklusivität und hat mit dem Deal einen neuen Konkurrenten eingebunden. Carsten Schmidt, Vorsitzender von Sky Deutschland ergänzte: "Wir sind mit dem Ausgang der Rechte-Ausschreibung sehr zufrieden". Da das Sport-Streamingportal DAZN nur Sublizenz-Nehmer ist, dürfte Rechtegeber Sky entscheiden, welche Spiele er exklusiv zeigt.

Die Entscheidung sollte eigentlich schon vor Wochen fallen, doch die Vergabe der Champions League entwickelte sich zur Hängepartie.

James Rushton, Mitglied der Geschäftsführung der Perform Group und Chief Executive Officer (CEO) von DAZN: "Wir sind extrem stolz, die UEFA Champions League ab der Saison 2018/2019 auf DAZN anbieten zu können". Der öffentlich-rechtliche Sender verlor - gemeinsam mit der ARD - zuletzt die Olympia-Rechte an Discovery/Eurosport sowie ein großes Paket mit Länderspielen der Fußball-Nationalmannschaft an RTL. Er wies in dem Zusammenhang auf die Einschaltquote von fast zehn Millionen Zuschauern für das Champions-League-Spiel Bayern München gegen Real Madrid im April hin. Es habe aber eine klar definierte Obergrenze gegeben. Wir sind auch ohne die Rechte wettbewerbsstark und haben Alternativen.

In der Debatte um den Erwerb der Übertragungsrechte sagte der CDU/CSU-Obmann im Sportausschuss des Deutschen Bundestages, Dr. Irrsinnige Ablösesummen und Gehälter führten zu diesen Ergebnissen. "Wer internationale Topstars will, muss diesen finanziellen Wahnsinn mitgehen oder abschalten", urteilt er.

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