Champions League ab 2018 nur noch im Pay-TV

Sky und DAZN übertragen die UEFA Champions League ab 2018 exklusiv

"Sky ist und bleibt damit auch in den kommenden vier Jahren die Heimat der UEFA Champions League in Deutschland und Österreich", so Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung Sky Deutschland. Beim ZDF war erwartet worden, dass die Rechte verloren gehen.

Wie ist die Situation derzeit? Da das Sport-Streamingportal DAZN nur Sublizenz-Nehmer ist, dürfte Rechtegeber Sky entscheiden, welche Spiele er exklusiv zeigt. Aber auch in der zurückliegenden Saison waren die Übertragungen mit im Schnitt fast sieben Millionen Zuschauern ein voller Erfolg - vor allem aber halfen die Fußballspiele dem Sender, das begehrte junge Publikum zuzuführen.

Wenn in der K.o. Das ZDF ist in dem Bieterverfahren leer ausgegangen.

Das ZDF hatte sich auf den Verlust der CL-Rechte eingestellt.

Die Abwanderung der Champions League ins deutsche Pay-TV hatte sich in den letzten Wochen bereits angedeutet. "Rechtzeitig vor Beginn der neuen Rechteperiode werden alle weiteren Einzelheiten zu dieser Vereinbarung bekanntgegeben", hieß es in einer Mitteilung. Wir sind auch ohne die Rechte wettbewerbsstark und haben Alternativen. "Wir müssen Programme haben, um sie ab Mitte nächsten Jahres auf den Plätzen, auf denen jetzt Fußball läuft, ausstrahlen zu können", hatte ZDF-Intendant Thomas Bellut am Freitag in Mainz. gesagt "Ich kann nämlich nicht bis zum Herbst, bis die Blätter fallen, warten, bis ich eine Antwort von der UEFA auf unser Angebot bekommen habe". Der Dienst, der im August 2016 an den Start gegangen ist, gehört zum britischen Medienunternehmen Perform Group, das wiederum zur amerikanischen Access-Group des Unternehmers Leonard Blavatnik gehört. "Dabei bleibt DAZN seiner 'Fans first' Philosophie treu - ein niedriger monatlicher Preis, jederzeit monatlich kündbar", erklärte James Rushton, Geschäftsführer von DAZN. Wie viel Geld Sky und DAZN für die Champions League überweisen werden, ließen alle Seiten bislang allerdings offen. Zwar ist das Rechtepaket für die Europa League noch nicht vergeben, der ORF hat darum aber nicht mitgeboten.

Zudem werden die Anstoßzeiten verändert: Die Spiele beginnen statt um 20.45 Uhr dann um 21 Uhr, in der Gruppenphase beginnen zwei Spiele pro Tag um 19 Uhr. Diese Ausnahme gilt auch, wenn im Endspiel der Europa League ein deutscher Club beteiligt sein sollte.

Wie ist die Situation in anderen Ländern? Sky Deutschland sicherte sich die Übertragungsrechte für alle Verbreitungswege der drei Spielzeiten bis zur Saison 2020/21, wie der Bezahlsender am Dienstag in München mitteilte. Auf der Insel gab es Live-Spiele schon in der abgelaufenen Saison ausschließlich im Bezahl-Fernsehen. In Frankreich erhielt der Telekommunikationskonzern SFR den Zuschlag, laut Medienberichten zahlt er dafür 370 Millionen Euro pro Spielzeit.

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