Demo gegen Terror Organisatoren und Polizei einigen sich auf Route durch Köln

Lamya Kaddor hier im Januar bei einer Konferenz in Hamburg ist unter anderem Islamwissenschaftlerin und Buchautorin

Kaddor kündigte für den 17. Juni einen Friedensmarsch in Köln an. Es gehe um eine Verurteilung des islamistischen Terrorismus und um ein gemeinsames Bekenntnis der Muslime zur "offenen und pluralistischen Gesellschaft". Bis zu 10 000 Teilnehmer erwarten die Veranstalter: die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, Gründerin und Vorsitzende des liberal-islamischen Bundes und der Aktivist Tarek Mohamad, der im vergangenen Jahr zu einer Internet-Berühmtheit wurde, als er nach dem Anschlag von Würzburg auf Facebook eine Generalabrechnung mit den Muslimen in Deutschland veröffentlichte und sie aufforderte, sich von Gewalt und Terror abzugrenzen.

"Wir lassen es nicht zu, dass Terroristen im Namen des Islams, aber auch nicht im Namen anderer Religionen und anderer Ideologien Unschuldige töten und alles beschmutzen, was uns als Menschen im 21. Jahrhundert wichtig ist", heißt es auf der Internetseite der Veranstaltung. Der Event-Veranstalter hatte nach einem Terroralarm beim Festival "Rock am Ring" am Pfingstwochenende gesagt, er wolle endlich Demonstrationen von Muslimen sehen, die sich gegen die Gewalttäter richten. Der geplante Friedensmarsch in der Kölner Innenstadt während des islamischen Fastenmonats Ramadan solle ein symbolträchtiges Signal sein.

"Der Ramadan ist der heilige Monat im Islam". "Perverserweise nutzen die Terroristen ausgerechnet diese Zeit immer wieder für besonders viele ihrer abscheulichen Taten", so Mohamad und Kaddor. Deshalb bietet sich der Monat ganz besonders an, um auf die Straße zu gehen und ihnen aus voller Kehle entgegen zu rufen: "Nicht mit uns!" "Ihr seid nicht wir, und wir sind nicht ihr!". Nun haben Vertreter der in Deutschland lebenden Muslime zu einer Anti-Terror-Demo aufgerufen, die am kommenden Wochenende in Köln stattfinden soll.

Mitorganisatorin Lamya Kaddor sagte der "Rhein-Zeitung" (Bezahlinhalt), Konzertveranstalter Marek Lieberberg sei "herzlich eingeladen: Ich bin gespannt, ob er kommt". Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt sagte der "Welt" (Freitag): "Die Islamverbände müssen eine klare Haltung zeigen".

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