Erbitterte Kämpfe um IS-Hochburg Al-Rakka

Die Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte rücken in der IS-Hochburg Al Rakka weiter vor

Seitdem gelang es dem Bündnis aus kurdischen und arabischen Kämpfern mit Unterstützung der US-Armee die Stadt weitgehend abzuriegeln. Die "große Schlacht" zur Vertreibung der Dschihadistenmiliz IS habe begonnen, sagte ein Sprecher.

IS-Milizionäre nahmen die Kämpfer des kurdisch-arabischen Bündnisses SDF mit schwerer Munition und bewaffneten Drohnen unter Beschuss, hieß es in der Nacht auf heute aus der Stadt. "Unsere Streitkräfte sind in den östlichen Stadtteil Al-Meschleb in Raka vorgerückt", sagte eine Kommandeurin der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Die SDF hatten im November eine Offensive gestartet, um auf die IS-Hochburg Raka am Euphrat vorzurücken. Im Mai entschied Washington, dem Bündnis auch Waffen zu liefern.

Ankara betrachtet die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), die das Rückgrat des SDF-Bündnisses bilden, wegen ihrer engen Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der Türkei als Terrororganisation. Trotz der Proteste Ankaras halten die USA aber am Bündnis fest, da sie die SDF als effektive Kraft im Kampf gegen die IS-Miliz schätzen. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei den Angriffen 21 Zivilisten getötet, die auf Booten über den Euphrat zu entkommen versuchten. Der Kommandant der US-geführten Allianz gegen den IS, Steve Townsend, erklärte, der Angriff auf Raqqa werde den Dschihadisten und ihrer Idee des "Kalifats" einen "entscheidenden Schlag" versetzen. Sie riefen die Zivilisten in der Stadt auf, sich von den IS-Stellungen und der Front zu entfernen. Laut der Anti-IS-Koalition sind bereits knapp 200.000 Menschen aus Raka geflohen. In der Großstadt lebten zuvor 300.000 Menschen, darunter 80.000, die seit Beginn des Bürgerkriegs aus anderen Landesteilen geflohen waren. Die Nichtregierungsorganisation International Rescue Committee befürchtet, dass der IS die Zivilisten als menschliche Schutzschilder missbrauchen könnte. Unterstützt werden die Truppen von Luftangriffen der Anti-IS-Allianz unter Führung der USA. Der Kampf werde aber "lang und schwierig sein".

Inzwischen wird die Miliz in Syrien immer weiter zurückgedrängt und steht auch in Mossul, ihrer Hochburg im Irak, massiv unter Druck.

Raka war im März 2013 an Rebellen gefallen, die gegen den syrischen Staatschef Baschar al-Assad kämpften.

IS-Kämpfer hatten 2014 die Rebellen aus Raqqa vertrieben und die im Norden Syriens gelegene Stadt unter ihre Kontrolle gebracht. Die oppositionsnahen Aktivisten stützen sich auf ein Netzwerk von Informanten vor Ort.

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