Feuerattacke gegen Obdachlosen: Zwei Jahre und neun Monate Haft

Drei der sechs jungen Männer die sich wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes verantworten müssen stehen am Dienstag mit ihren Anwälten in Berlin im Sitzungssaal des Landgerichtes

Ein Obdachloser in Berlin entgeht dem Feuer neben seinem Kopf nur knapp. Die schreckliche Tat ereignete sich an Heiligabend 2016 in der Berliner U-Bahn-Haltestelle Schönleinstraße.

Die Kriminalpolizei fahndet seit Montagnachmittag öffentlich nach sieben Jugendlichen und jungen Männern - wegen versuchten Mordes.

Am Dienstag verurteilte ein Richter den Haupttäter zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten.

Die Attacke am Weihnachtsabend 2016 hatte in Deutschland landesweit Entsetzen ausgelöst. Zwei 17- und 18-Jährige sollen demnach eine Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten erhalten.

Für die anderen Angeklagten forderten die Verteidiger in drei Fällen eine Verurteilung wegen unterlassener Hilfeleistung. Das Delikt wiegt aus juristischer Sicht nicht so schwer wie versuchter Mord. Diesen Vorwurf hatte die Staatsanwaltschaft gegen die sechs jungen Männer in ihrer Anklage erhoben. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen versuchten Mordes eine Gefängnisstrafe von vier Jahren gefordert. Dem folgte das Gericht nun nicht.

Der junge Mann hatte in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag auf dem U-Bahnhof Schönleinstraße in Kreuzberg ein brennendes Taschentuch auf eine Bank geworfen, auf der ein obdachloser Mann schlief. Der ahnungslose Mann aus Polen blieb unverletzt, weil Fahrgäste rasch reagierten und den Brand löschten.

Die Angeklagten hatten im Prozess einen Tötungsversuch zurückgewiesen. Der 21-Jährige gab im Prozess die "fatale Idee" einer Zündelei zu.

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