Forscher: Anteil der fettleibigen Menschen steigt rasch

Gesundheitsrisiko Übergewicht Fast jeder dritte Mensch bringt zu viel auf die Waage

Ihrer Meinung nach gäbe es einfach zu viel Nahrungsangebot bei gleichzeitig immer weniger Bewegung. Besonders selten ist extremes Übergewicht in Bangladesch, wo 1,2 Prozent der unter 20-Jährigen fettleibig sind, und in Vietnam (1,6 Prozent der Erwachsenen). Bei einem BMI von 25 bis 30 spricht man von Übergewicht.

Krankhaftes Übergewicht bedroht weltweit die Gesundheit von immer mehr Menschen.

Die Berechnungsformel für den Body-Mass-Index (BMI) lautet: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern.

2015 seien dort 603,7 Millionen Erwachsene sowie 107,7 Millionen Kinder fettleibig gewesen.

Nur in Thüringen und Sachsen ist der Gesamtanteil der Übergewichtigen mit 57 Prozent noch höher. Ein Viertel der Erwachsenen ist adipös. Gerade für Kinder und Jugendliche sei Übergewicht wegen der massiven Langzeitfolgen fatal.

Bei den Erwachsenen sei vor allem problematisch, dass zwar die Zahl der leicht Übergewichtigen (BMI 25-30) inzwischen stagniere, die Dicken aber immer dicker würden. "Die Eltern sind da wohl ein bisschen sensibler geworden", erklärt Heseker, der zugleich Präsidiumsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist. Wichtig sei das auch mit Blick auf kommende Generationen: Mit der Zahl adipöser Schwangerer steige nicht nur die Zahl direkter Komplikationen etwa bei der Geburt, sondern auch das Risiko ihrer Kinder, selbst später an Übergewicht und damit verbundenen Krankheiten zu leiden.

Der Untersuchung zufolge war Übergewicht die Ursache für vier Millionen Todesfälle im Jahr 2015 - das entspricht rund sieben Prozent der weltweiten Todesfälle in diesem Jahr. Zwei Drittel der Betroffenen starben an Herzkreislauferkrankungen.

Übergewicht gilt unter anderem als Risikofaktor für Bluthochdruck, Diabetes, Nierenerkrankungen sowie verschiedene Krebsarten wie Darm- und Brustkrebs.

Vor einem Jahr war eine Studie im Fachblatt "The Lancet" zu einer anderen Zahl von Fettleibigen gekommen. Demnach wurden 2014 mehr als doppelt so viele Patienten in Krankenhäusern aufgrund von Fettleibigkeit stationär behandelt als noch fünf Jahre zuvor. Solche weltweiten Berechnungen beruhten auf einer Kombination von Studien, deren Daten hochgerechnet würden, sagt Frank Jakobus Rühli vom Institut für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich, Koautor der "Lancet"-Veröffentlichung". "Das ist insbesondere bei Jugendlichen ein Problem", sagt er. Dabei ist der Grund klar: Die Menschen nehmen zu viele Kalorien auf und verbrauchen zu wenig Energie. "In solchen Phasen werden Babys schon im Mutterleib auf Energiesparen programmiert". Die Zahl der Fettleibigen hat sich demnach in 73 Ländern seit 1980 verdoppelt.

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