Frankreichs Präsident Macron gewinnt souverän erste Parlamentswahl-Runde

Emmanuel Macron hat Chancen auf absolute Mehrheit

Macrons Gefolgsleute sehen den vorläufigen Ausgang der Parlamentswahl als eindeutige Legitimierung dieses Weges trotz der hohen Enthaltung von 51,3 Prozent. So hat etwa der Republikaner Bruno Le Maire bei Macron als Wirtschaftsminister angeheuert. Nur das Ausmaß des Triumphs lässt die Medien wahlweise ein "Erdbeben" oder einen "Tsunami" beschreiben, die Frankreichs politische Landschaft dauerhaft verändern dürften. Er hatte eine Regierung mit Politikern aus mehreren Lagern ernannt, etwa die Hälfte der Macron-Kandidaten sind neu in der Politik.

Die bürgerliche Rechte ist selbst in Hochburgen wie dem noblen 16. Pariser Stadtbezirk in Gefahr. Le Pen hatte bei der Präsidentenwahl im ersten Wahlgang 21,3 Prozent erhalten und war damit in die Stichwahl gegen Macron gekommen.

Die zweite Runde findet am kommenden Sonntag statt. Einer der Abgeordneten ist schon im ersten Wahlgang ins Parlament gewählt worden.

Zweifellos verbreitet der junge Staatschef Aufbruchstimmung.

Haben Macrons Kandidaten die besseren Karten? .

Macron steht für einen - überfälligen - Generationenwechsel der Nationalversammlung. Auffallend bei dieser Wahl ist auch, dass es eine erstaunlich niedrige Wahlbeteilung gab. Die Wahlbeteiligung sank auf unter 50 Prozent.

Mit einem Ergebnis von über 32 Prozent ist die Parlamentswahl für die erst seit einem Jahr bestehende Partei "La République en Marche" ein voller Erfolg. Traditionell sorgt die Parlamentswahl in Frankreich für deutlich weniger Interesse als die Präsidentschaftswahl. Ihr Generalsekretär Nicolas Bay hingegen schaffte es in seinem Wahlkreis nicht. Damals gewann das konservative Bündnis des damaligen Präsidenten Charles de Gaulle 80 Prozent der Sitze. Falls es gut läuft am Sonntag, könnte sie immerhin noch die Marke von 100 Sitzen knacken. Gleichzeitig müsse überall, wo die Gefahr dazu besteht, der Sieg von FN-Kandidaten verhindert werden. Auch die Konservativen stehen unter Druck.

"Le Figaro"(Frankreich): "Emmanuel Macron hat seine Wette gewonnnen und kann heute Morgen die Folgen dieser donnernden Sprengung beobachten".

Während bei den Republikanern ein rechtsnationales Lager gegen ein bürgerlich-liberales antritt, liegen bei den Sozialisten Sozialdemokraten und Altlinke im Clinch. Die bislang regierenden Sozialisten stürzten auf knapp 8 Prozent ab (von 29 Prozent vor fünf Jahren).

Jean-Christophe Cambadélis, Chef der Sozialistischen Partei, sprach am Sonntag von "beispiellosen Verlusten der gesamten Linken, und insbesondere der Sozialistischen Partei". Die Bewegung Das unbeugsame Frankreich des Linkspolitikers Jean-Luc Mélenchon erzielte rund elf Prozent.

Die fast einfarbige Nationalversammlung könnte dazu beitragen, dass Gegner von Macrons Politik nur der Ausweg auf die Straße bleibt. Vorzeigevorhaben ist dabei eine Lockerung des Arbeitsrechts.

Was bedeutet Macrons Wahlsieg für die Bundesregierung?

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