French-Open-Champion Nadal: Federers Spielpause "riskant"

Nur eine Momentaufnahme Wawrinka kommt gegen Cilic nur ganz am Schluss kurz ins Stolpern.  Bild Christophe Ena  AP  KEYSTONE

"Ich bin praktisch Trainingsweltmeister geworden in den letzten zehn Wochen und in den Monaten zuvor", sagte Federer an der ersten Medienkonferenz in Stuttgart. Diesen Umständen entsprechend verlief die Rasensaison mit Halbfinalqualifikationen in Stuttgart, Halle und Wimbledon sehr ansprechend, doch nach dem Lieblingsturnier an der Church Road brach Federer das Tennisjahr ohne einen Turniersieg ab, um sich von seinen Gebrechen zu erholen. Im vergangenen Jahr hatte der Linkshänder aus Spanien seine Teilnahme verletzt absagen müssen.

Der spanische Tennisprofi Rafael Nadal (31) hat die mehr als zweimonatige Spielpause seines Rivalen Roger Federer als gewagt bezeichnet. Nachdem der 35-jährige Baselbieter im letzten Jahr die zweite Saisonhälfte aus gesundheitlichen Gründen komplett verpasst hatte, legte er in diesem Jahr nach seinem fulminanten Saisonstart mit den Triumphen in Melbourne, Indian Wells und Miami zwecks Schonung eine zweimonatige Wettkampfpause ein.

"Wenn man Woche für Woche spielt, von einem Turnier zum nächsten reist, erlischt das Feuer ein bisschen".

Zum Teilzeitarbeiter ist Federer deswegen nicht mutiert, nur das Verhältnis zwischen Trainings-, Erholungs- und Turnierblöcken hat sich stark verschoben.

Der Körper macht mir jetzt im Moment gar kein Problem.

Was für Nadal die Sandplatz-Bühne von Paris bedeutet, ist für Federer der Rasen im Südwesten Londons: das ultimative Ziel auf seinem Lieblingsbelag. Er stufte aber den Spanier als großen Konkurrenten ein: "Er wird natürlich mit großem Selbstvertrauen nach Wimbledon kommen, was natürlich nicht ideal ist".

Federer, der in seiner Karriere bislang sage und schreibe 91 ATP-Turniere gewinnen konnte, tritt in Stuttgart nach einer selbst auferlegten Pause an. Nadal hat sich als erster Profi für die ATP-WM in London qualifiziert. Wie die Auslosung am Samstag ergab, bekommt es der Australian-Open-Sieger bei seinem Comeback nach einem Freilos in der ersten Runde im Achtelfinale mit dem Gewinner des Duells Haas gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert zu tun. Federer ist der einzige Top-10-Spieler, der in Stuttgart antritt. Damit ist schon einiges getan.

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