Friedenspreis für kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood

Die kanadische Autorin Margaret Atwood wird geehrt

Margaret Atwood erhält den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Die 77-jährige Atwood zeige in ihren Romanen und Sachbüchern "immer wieder ihr politisches Gespür und ihre Hellhörigkeit für gefährliche unterschwellige Entwicklungen und Strömungen", hiess es zur Begründung für die renommierte Auszeichnung. Ihr Werk besteht aus Romanen, Kurzgeschichten, Essays, Lyrik, Theaterstücken, Drehbüchern und Kinderbüchern. Darin setzt sich die Autorin, die sich auch als Umweltaktivistin und passionierte Vogelschützerin einen Namen gemacht hat, intensiv mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinander. "Indem sie menschliche Widersprüchlichkeiten genau beobachtet, zeigt sie, wie leicht vermeintliche Normalität ins Unmenschliche kippen kann". Ihr dystopischer Roman "Der Report der Magd" aus dem Jahr 1985 tauchte nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten wieder auf den internationalen Bestsellerlisten auf. In ihrer Endzeit-Trilogie "Oryx und Crake" (2003), "Das Jahr der Flut" (2009) und "Die Geschichte von Zeb" (2013) entwirft sie angesichts der ökologischen Probleme eine postapokalyptische Welt. Ihr Essay "Payback. Schulden und die Schattenseiten des Wohlstands" (2008) thematisiert die Voraussetzungen und Folgen der weltweiten Finanzkrise. Zuletzt erschienen von Atwood "Das Herz kommt zuletzt" (2017) und der Kurzgeschichtenband "Die steinerne Matratze" (2016) im Berlin Verlag. Auf Ende des Jahres ist der Essayband "Aus Neugier und Leidenschaft" angekündigt.

Gemeinsam mit Salman Rushdie führt Atwood seit Mai dieses Jahr eine Kampagne des Schriftstellerverbands PEN International an, die verfolgten und von Zensur bedrohten Autoren größere Aufmerksamkeit geben will. Er geht dem Statut zufolge an Persönlichkeiten, "die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen" haben.

Der kanadischen Schriftstellerin, Essayistin und Dichterin Margaret Atwood wird am Sonntag, den 15. Oktober in der Paulskirche eine große Ehre zuteil: Ihr wird dann feierlich und live im Fernsehen übertragen der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.

Mit der Auszeichnung werden seit 1950 Schriftsteller, Philosophen und Wissenschafter aus dem In- und Ausland geehrt. Auch Intellektuelle und Autoren wie Orhan Pamuk, Susan Sontag und Max Frisch wurden mit dem Preis ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr hatte die deutsche Publizistin Carolin Emcke die Auszeichnung erhalten.

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