Gomez macht sich über Hass-Tiraden in Braunschweig lustig

Norderstedt muss gegen Wolfsburg ran

Auf der Rückfahrt reagierten Gomez und seine Teamkollegen mit einer gesunden Portion Selbstironie auf die Beleidigungen: Ein Fan, der offenbar von Gomez eingeladen wurde, im Bus den Klassenerhalt mitzufeiern, hielt auf einem Video fest, wie der gesamte VfL-Kader inklusive Gomez den Gesang der Braunschweiger Anhänger übernahm und ausgelassen grölte.

Nach dem Hinspiel gewann Wolfsburg auch das Auswärtsspiel mit 1:0. Wenige Minuten nach dem Vorfall hatte der Portugiese Vieirinha in der 49. Minute das entscheidende Tor zum 1:0 der Wolfsburger in Braunschweig erzielt. Mehr dazu im Hilfebereich.

Der Stürmer hatte sich nach dem Spiel im SPORT1-Interview noch erschrocken von den Anfeindungen gezeigt.

Während des Relegationsspiels zwischen Zweitligist Eintracht Braunschweig und Erstligist VfL Wolfsburg ist zunächst ein Ordner von einem Feuerwerkskörper getroffen worden. Das bestätigt auch Manager Olaf Rebbe: "Die Mannschaft ist in der Kabine und freut sich da". Zwar wechselte die Eintracht offensiv, aber der große Schwung der ersten Hälfte kehrte nicht mehr zurück.

Die erste klare Einschussmöglichkeit ergab sich für die Gastgeber in der 13. Minute. Philipp Wollscheid köpfte den Ball zurück auf Koen Casteels - nichtsahnend, dass der Keeper bereits aus seinem Tor herausgelaufen war.

Mario Gomez feiert mit Maximilian Arnold. Die Eintracht spielte fast in einer Art Powerplay-Modus, versuchte die spielerisch im direkten Vergleich limitierten Mittel durch umso größeren Einsatz wettzumachen.

Gustav Valsvik (25.) und Ken Reichel (41.) hatten weitere Topchancen zur Braunschweiger Führung, doch die Coolness im Abschluss fehlte. Der frühere Nationalspieler, einziger Torschütze im Hinspiel, fiel nur durch eine Gelbe Karte auf. Glück hatte Braunschweig bei einer strittigen Szene: Einen Treffer von Gomez in der 39. Minute erkannte Schiedsrichter Tobias Stieler nicht an, weil er kurz zuvor ein Foul von Yannick Gerhardt an Sauer erkannt hatte.

Danach? War das Spiel de facto entschieden. "Natürlich kann es so nicht weitergehen", sagte der VW-Manager und stellte die rhetorische Frage: "Oder meinen Sie, ich will jedes Jahr Relegation spielen?" Unmittelbar vor dem Anpfiff der zweiten Halbzeit zündeten Chaoten im Fanblock der Eintracht Pyrotechnik und Böller.

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