Hacker für diplomatische Krise verantwortlich — FBI

Die Türkei baut die militärische Zusammenarbeit mit Katar aus und stationiert zusätzliche Truppen in dem Emirat

Wie jetzt bekannt wurde, soll die diplomatische Krise mit Katar auf eine von russischen Hackern initiierte Fehlinformationskampagne zurückzuführen. Er hoffe, der Gipfel in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad, an dem er teilgenommen habe, sei der Anfang vom Ende der Terrorfinanzierung.

Katar steht derzeit im Zentrum einer schweren diplomatischen Krise, nachdem Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate am Montag ihre diplomatischen Beziehungen zu ihm abbrachen. Zudem schlossen die Nachbarländer die Grenzen.

Hamburg. Von diesem Land hast du vielleicht schon mal gehört: Katar.

So holte der Sportfan Tamim für 2022 die Fußball-WM ins Land. Eine Rolle spielt allerdings offensichtlich auch das relativ gute Verhältnis Katars zu Iran. Saudi-Arabien beschuldigt Katar auch, Milizen mit Kontakten zum Iran zu fördern. Trump und König Salman sprachen demnach darüber, dass die Finanzierung von Terrororganisationen und die Förderung des Extremismus durch alle Nationen in der Region verhindert werden müsse. Saudi-Arabien habe die Maßnahmen nur mit großem Schmerz, aber im Interesse Katars und der Stabilität der Region getroffen. Katars Außenministerium verbreitete in einer Reihe von Twitternachrichten Aussagen der Außenamtssprecherin in Washington, die sich darum bemühte, Trumps Aussagen gegen Katar wieder einzufangen.

Nach dem Bemühen des Weißen Hauses um eine neutrale Position im Konflikt der arabischen Golfstaaten. Das US-Militär befürchtete zunächst keine Auswirkungen für seine Einsätze im Nahen Osten, etwa im Kampf gegen den IS. Auf der Luftwaffenbasis Al Udeid sind mehr als 10.000 amerikanische Soldaten stationiert. Dieser ist ein Erzrivale des sunnitischen Saudi-Arabiens. Nach Beginn der Umbrüche in der arabischen Welt 2011 und 2012 führte Katar eine sehr aktivistische Außenpolitik, wobei es Rebellen vor allem in Libyen und Syrien finanzierte. Katars Außenminister Sheik Mohammed Bin Abdulrahman al-Thani sagte CNN, das FBI habe den Hackerangriff und die "Fake News"-Geschichte bestätigt". "Vertreter der US-Regierung mögen glauben, dass Katar in seinem Balanceakt zwischen den USA und dem Iran nicht unparteiisch war, aber niemand würde von einem langwierigen Konflikt zwischen Riad und Doha profitieren oder von einer Auseinandersetzung, die Katar in Teherans Arme treibt". Der Konflikt könne nur gelöst werden, wenn sich die provozierende und schädigende Politik Katars ändere. Er rückte damit von Äußerungen von Präsident Donald Trump ab, der vor einigen Tagen die Entscheidung der Golfstaaten begrüßt hatte.

Unterdessen untersagten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Medienberichten zufolge jede Sympathiebekundung für Katar. Am Montag gab es bereits Hamsterkäufe in den Supermärkten. Qatar Airways ist an der Iberia- und British-Airways-Mutter IAG beteiligt.

Seinem deutschen Gastgeber habe er die Gründe für die Schritte gegen Katar "erläutert". Das Emirat ist Teil der internationalen Anti-IS-Koalition. "Eine solche Trumpisierung des Umgangs miteinander ist in einer ohnehin krisengeschüttelten Region ganz besonders gefährlich", sagte er dem "Handelsblatt". Für Mittwoch stand ein Treffen mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) in Berlin auf seinem Programm. Im Gegensatz zu den anderen Mitgliedern des Golfkooperationsrats hatte Kuwait sich dem Vorgehen gegen Katar nicht angeschlossen. Saudi-Arabien habe die gegen Qatar verhängte diplomatische und wirtschaftliche Blockade dann teilweise mit dem falschen Bericht begründet. Weitere Links zum Thema Al-Dschubair forderte Katar bei einem Besuch in Paris auf, seine Hilfe für Islamisten wie die palästinensische Hamas und die ägyptischen Muslimbrüder einzustellen.

Das Golf-Emirat Kuwait kündigte einen Vermittlungsversuch an. "Die Länder behaupten, dass Katar Terror-Gruppen unterstützt", erklärt Politik-Experte Sebastian Sons. Bedeutsam ist es auch als Investor: Die Scheichs halten unter anderem an der Deutschen Bank, Volkswagen, Siemens und Hapag Lloyd große Anteile.

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