IS-Gegner rücken in Dschihadisten-Bastion Al-Rakka vor!

IS-Gegner rücken in Dschihadisten-Bastion Al-Rakka vor!

Unterstützt von der US-Armee hat ein kurdisch-arabisches Bündnis am Dienstag eine Großoffensive zur Rückeroberung der nordsyrischen Dschihadistenhochburg Raka gestartet.

Kurz darauf drangen Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in die östlichen Vororte der Stadt ein.

Der Angriff auf Raka werde den Dschihadisten und ihrer Idee des "Kalifats" einen "entscheidenden Schlag" versetzen, erklärte der Kommandeur der Anti-IS-Koalition, US-General Steve Townsend. Von den USA unterstützte Rebellen-Einheiten hätten einen Bezirk im Osten Raqqas angegriffen, teilte die der Opposition nahestehende "Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte" am Dienstag mit.

Die von den USA gestützten Kämpfer gegen die Dschihadistenmiliz IS sind am Mittwoch beim Einmarsch in die syrische IS-Hochburg Raka auf heftigen Widerstand gestoßen. Die SDF bestehen neben den führenden kurdischen Volksschutzeinheiten YPG auch aus arabischen Kämpfern. Seit dem Start der Militäroperation zur Befreiung Al-Rakkas im November sind die SDF-Truppen immer weiter auf die inoffizielle Hauptstadt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgerückt. Ankara betrachtet die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), die das Rückgrat des Bündnisses bilden, wegen ihrer engen Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Terrororganisation und fürchtet, dass die Kurden im Norden Syriens ein eigenes, unabhängiges Gebiet errichten. Ihre Kämpfer griffen die Stadt von Norden, Osten und Westen an. Damit nähert sich der monatelange Kampf mit der IS-Miliz um ihre inoffizielle Hauptstadt ihrem Höhepunkt.

Vorbereitet wurde die Offensive von nächtlichen Luftangriffen der US-geführten Anti-IS-Allianz. Laut der oppositionsnahen Beobachtungsstelle wurden bei den Angriffen 21 Zivilisten getötet, die auf Booten über den Euphrat zu entkommen versuchten. Laut der Anti-IS-Koalition flohen bereits knapp 200.000 Menschen aus Al-Raqqa. Die Vereinten Nationen riefen Ende Mai eindringlich zu einem besseren Schutz von Zivilisten vor Luftangriffen gegen die IS-Jihadisten in Syrien auf.

In der Großstadt lebten zuvor 300.000 Menschen. Kritiker werfen der IS-Miliz vor, die Einwohner von Raka als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen und sich zwischen den Zivilisten zu verstecken. Der Kampf werde aber "lang und schwierig sein".

Raqqa war im März 2013 an Rebellen gefallen, die jedoch Anfang 2014 von Dschihadisten vertrieben wurden, die sich später als IS-Miliz formierten und im Juni 2014 Raqqa zur Hauptstadt ihres "Kalifats" erklärten.

Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle steht gegen Assad kämpfenden Rebellen nahe.

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