Lage vor Relegations-Rückspiel in Braunschweig friedlich

Norderstedt muss gegen Wolfsburg ran

Auch Schmähgesänge des Braunschweiger Publikums schienen dem Stoßstürmer zuzusetzen.

Mitten im Abstiegskampf total cool und zudem wie ein Mann von Welt aufzutreten, ist nicht jedem Fußballprofi vergönnt.

Der VfL Wolfsburg bleibt in der Fußball-Bundesliga. "Ich habe das nicht gemerkt", sagte jener Mann, der am Aufreger des Abends aktiv beteiligt war.

Das Handspiel von Gomez. Schiedsrichter Sascha Stegemann entschied auf Strafstoß für Wolfsburg und war damit an der Seite von Gomez der Buhmann des Abends. Er habe mit dem VfL eine Fortsetzung der Zusammenarbeit vereinbart, verkündete er in Braunschweig.

Es war eine Szene mit Symbolcharakter: In der 25. Minute des Relegations-Rückspiels zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfL Wolfsburg rettete Mario Gomez im eigenen Strafraum in höchster Not und bolzte den Ball mit vollem Einsatz aus der Gefahrenzone. Aber auch der Ex-Wolfsburger konnte den Ausfall von Domi Kumbela (Oberschenkelprobleme) nicht kompensieren.

Der Elfmeter war unberechtigt. Angetrieben von seinem frenetischen, uneingeschränkt erstligareifen Publikum vergaben die Gastgeber in der überlegen gestalteten ersten Halbzeit zwei erstklassige Chancen zur Führung: Bei der einen scheiterte Christoffer Nyman an VfL-Torwart Koen Casteels (13.), bei der anderen drosch der freigespielte Linksverteidiger Ken Reichel die Kugel über den Balken (44.).

Das Ergebnis der Gespräche wollte Gomez nicht vorwegnehmen. Der von den Braunschweig-Fans übel beschimpfte Angreifer sagte: "Ich bin mir sicher, dass wir nächste Saison besser spielen werden".

Torsten Lieberknecht heizte den Fans nach der Partie schon mal für das Rückspiel ein. "Deswegen hasse ich die Relegation", schrie Lieberknecht. "Die ganze Saison im Arsch gemacht! Vielleicht ist sie deshalb am Arsch", sagte der 43-Jährige.

Wolfsburg bleibt in der 1. Bundesliga. Er nutzte den Moment der Wut und Aufregung, um die Stimmung weiter anzuheizen. Das ist eine Entscheidung, die extrem wehtut. In der Nacht zu Freitag wurde von Braunschweiger Seite neben der Sehnsucht nach einem Videobeweis statt fehlerhafter Schiedsrichter sogar die Theorie aufgestellt, dass es eine Art Sabotage in der Umkleidekabine gegeben habe. Was sich nach Kleinkram anhört, hinterlässt ein Geschmäckle. Abstiegskampf statt Champions League - die vom Volkswagen-Konzern großzügig geförderte VfL Wolfsburg Fußball GmbH hat ihre selbst gesteckten Ziele verpasst. Und müssen nun ein weiteres Jahr in der 2. Liga ran.

Seine Zukunft in Wolfsburg ließ Gomez aber offen. Das Team erspielte sich in der ersten Hälfte mehrere Tormöglichkeiten. "Alle haben wirklich gekämpft. Das ist der Mannschaft auch klar", sagte der Niederländer vor dem Showdown beim ungeliebten Nachbarn.

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