Margaret Atwood erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Ihr dystopischer Roman Der Report der Magd tauchte dank einer Serienadaptation wieder in den Bestsellerlisten auf Die 77-jährige Schriftstellerin Margaret Atwood wird geehrt

Zur Eröffnung der Buchtage Berlin 2017 gab Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, die kanadische Schriftstellerin, Essayistin und Dichterin Margaret Atwood als diesjährige Preisträgerin des mit 25.000 Euro dotierten Preises bekannt. Traditionell wird er zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse im Oktober verliehen. Die 77-Jährige gehöre zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit und beweise in ihrem Werk "immer wieder ihr politisches Gespür und ihre Hellhörigkeit für gefährliche unterschwellige Entwicklungen und Strömungen", begründete der Börsenverein des Buchhandels am Dienstag die renommierte Auszeichnung.

In der Begründung des Stiftungsrats zur Preisvergabe heißt es über die Schriftstellerin: "Indem sie menschliche Widersprüchlichkeiten genau beobachtet, zeigt sie, wie leicht vermeintliche Normalität ins Unmenschliche kippen kann - Humanität, Gerechtigkeitsstreben und Toleranz prägen die Haltung Margaret Atwoods, die mit wachem Bewusstsein und tiefer Menschenkenntnis auf die Welt blickt und ihre Analysen und Sorgen für uns so sprachgewaltig wie literarisch eindringlich formuliert".

Atwood, deren Bücher in mehr als 30 Sprachen erschienen sind, gilt als erfolgreichste Autorin Kanadas. Durch sie erfahren erfahre man, wer man ist, wo man stehe und was man einem friedlichen Zusammenleben schuldig sei. Sie hat Romane, Kurzgeschichten, Essays, Theaterstücke, Drehbücher und Kinderbücher geschrieben. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Graeme Gibson, in Toronto. Sie studierte von 1957 bis 1962 in Toronto und Cambridge/Massachusetts Englisch und Literatur. Erste Gedichte veröffentlichte sie in den frühen 1960er-Jahren. 1985) und "Der lange Traum" (1972; dt.

In ihren literarischen und essayistischen Werken setzt sich Atwood intensiv mit gesellschaftlichen und politischen Fragen auseinander. Eines ihrer bekanntesten Bücher war der 1985 erschienene utopische Roman "Der Report der Magd" in der Tradition George Orwells. 2014) entwirft sie eine postapokalyptische Welt, durch die sie die ökologischen Auswirkungen und gefährliche Strömungen in der Gesellschaft ins Auge nimmt. Es ist auch ein deutliches Signal für das politische Engagement der Kanadierin.

Mit der weltweiten Finanzkrise hat sich Atwood in ihrem Essay "Payback". Mit Salman Rushdie führt sie seit Mai diesen Jahres eine Kampagne des internationalen Schriftstellerverbands PEN an, die verfolgte und von Zensur bedrohte Menschen unterstützen soll.

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