Mexiko emanzipiert sich im Freihandel

Am Abend (Ortszeit) wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Mexiko erwartet. Geplant sind ein Treffen mit Präsident Enrique Peña Nieto und ein feierliches Abendessen im Nationalpalast. US-Präsident Trump könnte die Runde in Hamburg jedoch scheitern lassen. "Ich glaube, dass wir alle ein Interesse haben, dass die Vereinigten Staaten von Amerika und Mexiko vernünftig und gut miteinander zusammenarbeiten".

Mexiko führt intensivere Freihandels-Gespräche mit der EU und anderen Ländern, weil die USA möglicherweise aus dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta aussteigen wollen.

Mexiko-Stadt - Kanzlerin Angela Merkel hat US-Präsident Donald Trump indirekt zu einer Abkehr von seiner protektionistischen Handelspolitik aufgerufen.

Trump will an der über 3000 Kilometer langen Grenze zwischen den USA und Mexiko eine Mauer errichten, um illegale Migration und Drogenschmuggel zu stoppen.

Um weniger abhängig von den USA zu sein, sucht Mexiko starke Partner und versucht, seine Freihandelsbeziehungen auszubauen. "Das ist eine große Herausforderung, aber durch die Verbesserungen der Grenzanlagen wird man das Thema nicht lösen können". Dabei müssten aber auch die Interessen der in Mexiko vertretenen deutschen Unternehmen berücksichtigt werden, mahnte Merkel. Sie wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Sie würde sagen, "dass keiner alleine auf dieser Welt, keine Einzelperson und kein Land alleine die Probleme lösen kann", sagte die Kanzlerin in Buenos Aires nach einem Treffen mit dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri. Deutschland werde sich dafür einsetzen, dass zügig verhandelt werde - vielleicht schon mit einem Abschluss noch in diesem Jahr, sagte Merkel. 2016 belief sich das deutsch-mexikanische Handelsvolumen auf 16,2 Milliarden Euro. Sie lud mexikanische Unternehmen ein, sich und ihre Produkte auf der Messe in Hannover im kommenden Jahr in Deutschland vorzustellen. Gemeinsam beschäftigen sie rund 120.000 Mitarbeiter und erwirtschaften rund acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

In Mexiko sind über 1900 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung registriert. Dieses beinhaltet eine Überarbeitung des bestehenden Freihandelsabkommens. Bereits gestern hatte die mexikanische Regierung erklärt, sie wolle den Besuch Merkels nicht als Botschaft an US-Präsident Donald Trump verstanden wissen. "Die Beziehungen zwischen Mexiko und Deutschland haben ihren eigenen Stellenwert". Seit 1999 flossen rund 14,7 Milliarden Dollar in das Land.

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