Obdachlosen angezündet - Täter verurteilt

U-Bahnhof Schönleinstraße

Nach einer Feuerattacke gegen einen schlafenden Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof ist der Haupttäter zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Verteidiger Wendt ging nun nur von einfacher Körperverletzung aus.

Angeklagt waren die sechs jungen Männer im Alter zwischen 16 und 21 Jahren wegen versuchten Mordes.

In der Weihnachtsnacht schläft ein Mann auf einer Bank in einem Berliner U-Bahnhof. Sie löschten die Flammen, der ahnungslose Mann aus Polen blieb unverletzt.

Die Jugendkammer des Landgerichts Berlin entscheidet am Dienstag (09.15 Uhr) voraussichtlich über das Strafmaß für sechs wegen versuchten Mordes angeklagte Flüchtlinge.

Das Gericht hatte angedeutet, dass auch eine Verurteilung wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung infrage kommen könnte. Fünf Angeklagte waren am 9. Juni bereits überraschend aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Für den 21-Jährigen gilt das Erwachsenen-Strafrecht. Ein siebter Mitangeklagter war bereits zu zwei Wochen Jugendarrest wegen unterlassender Hilfeleistung verurteilt worden.

Die Verteidiger der sechs Verdächtigen begannen am Dienstagvormittag gegen 10 Uhr mit ihren Plädoyers. Bei den Ermittlungen halfen Aufzeichnungen von Videokameras. Zwei 17- und 18-Jährige sollen demnach eine Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten erhalten.

Die Angeklagten wiesen einen Tötungsversuch zurück. Der 21-Jährige gab im Prozess die "fatale Idee" einer Zündelei zu. Die Mitangeklagten erklärten, sie hätten mit der Tat des Mannes nichts zu tun.

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