Obdachloser angezündet Knapp drei Jahre Haft für Haupttäter Nour N.

U-Bahnhof Schönleinstraße

Sechs junge Männer im Alter zwischen 16 und 21 Jahren stehen deswegen derzeit vor Gericht. Ein Obdachloser schläft auf einer Bank, sechs junge Männer zündeln.

Nach einer Feuerattacke gegen einen schlafenden Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof ist der Haupttäter zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte hingegen wegen versuchten Mordes eine Gefängnisstrafe von vier Jahren für den 21-Jährigen gefordert.

Den Flüchtlingen aus Syrien und Libyen wird vorgeworfen, den schlafenden Mann in der Weihnachtsnacht 2016 auf einer Bank im Kreuzberger U-Bahnhof Schönleinstraße angezündet zu haben.

Es kämen maximal zwei Jahre Gefängnis auf Bewährung infrage, sagte Alexander Wendt am Dienstag.

Für die anderen Angeklagten forderten die Verteidiger in drei Fällen eine Verurteilung wegen unterlassener Hilfeleistung. Der Haupttäter habe sich als ältester der 15- bis 21-Jährigen als "Wortführer" aufspielen wollen und "den grossen Macker markiert", sagte die Richterin. Die Delikte wiegen aus juristischer Sicht nicht so schwer wie versuchter Mord. Der Mann konnte gerettet werden, weil Fahrgäste die Flammen löschten. Zwei Mitangeklagte wurden von der Jugendkammer des Gerichts zu jeweils acht Monaten Haft verurteilt, die restlichen Beschuldigten zu Jugendarrest.

Die Angeklagten hatten im Prozess einen Tötungsversuch zurückgewiesen.

Der 21-Jährige gab aber zu, ein Taschentuch in Brand gesteckt zu haben, er habe den Mann aber "nur durch ein kleines Feuerchen aufschrecken wollen".

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