Ostapenko siegt sensationell in Paris

Halep (25) indes verpasste durch ihre zweite Finalniederlage von Paris nach 2014 den möglichen erstmaligen Sprung an die Spitze des WTA-Rankings. "Es ist unbegreiflich. Ich bin erst 20 - und schon French-Open-Siegerin", sagte die kleine Flitzerin, die zwei Wochen lang die Tenniswelt und die angestammte Hackordnung fast provozierend auf den Kopf gestellt hatte. Ostapenko wurde für ihr mutiges Spiel belohnt und holte sich den zweiten Durchgang. Im gesamten Turnier liess sie sich in sieben Matches sage und schreibe 299 direkte Gewinnpunkte gutschreiben.

Sie darf sich zudem über ein Preisgeld von 2,1 Millionen Euro freuen - in ihrer bisherigen Karriere hatte sie etwa halb so viel eingespielt. "Die Götter wollten, dass Ostapenko gewinnt", fügte Boris Becker hinzu.

OstaPENGko begeisterte nicht nur die kritischen Franzosen mit ihrer erfrischenden Hau-Drauf-Mentalität.

Beiden Spielerinnen war zu Beginn der Partie ihre Nervosität anzumerken.

Die Weltranglisten-Vierte geht als Favoritin ins Endspiel von Paris.

"Ich spiele eben so, wie ich charakterlich auch bin", meinte Ostapenko dazu.

Zum Sieg holte sie 5 Games in Serie und beendete das Spiel standesgemäss mit einem Rückhand-Winner - es war der 54. der Lettin. "Aber ich habe gerade ab dem zweiten Satz meine Leistung gebracht und konnte daher gewinnen". Über die Video-Leinwand liefen Bilder von all seinen zehn Triumphen in Paris, und zur Krönung überreichte ihm sein Onkel und Trainer Toni auch noch den Siegerpokal.

Nach 1:59 Stunden verwandelte Ostapenko ihren ersten Matchball, und dass es dazu kam, schien lange ziemlich unwahrscheinlich. Sie ist außerdem die erste ungesetzte Spielerin, die in der Profi-Ära bei den French Open triumphiert hat. So wie bei Publikumsliebling Gustavo Kuerten (Brasilien) am 8. Juni 1997: Genau an diesem Tag wurde Ostapenko geboren. "Es ist wie ein Traum", sagte Ostapenko, die sich in der Weltrangliste um 35 Positionen auf Platz zwölf verbessern wird. Die Weltranglisten-47. wird mit dem Major-Erfolg am Montag auf jeden Fall in die Top 20 vorstoßen.

Gegen Halep spielte sie im Finale so, wie sie es immer tut: einfach volle Pulle. Mit ihrem Überraschungs-Triumph in der französischen Hauptstadt wirbelte sie das sich derzeit ohnehin im Umbruch befindende Damen-Tennis weiter durcheinander. Die Lettin ist damit die jüngste Grand-Slam-Siegerin seit Maria Scharapowa bei den US Open 2006 (19 Jahre, 77 Tage). Vergessen. "A Star is born".

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