Pressestatement zur Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf Juden in Europa"

Schriftzug des TV-Senders Arte

Bei Arte reagiert man gelassen auf die Tatsache, dass Bild.de die Antisemitismus-Doku des Senders, die Arte selbst nicht zeigen will, online genommen hat. Chefredakteur Julian Reichelt sagte, der Verdacht liege nahe, dass die Doku nicht gezeigt werde, weil sie "politisch nicht genehm" sei (DWDL.de berichtete). Ohne dass die Bürger sie sehen dürfen.

Offen bleibt, woher Bild.de den Film hat, den zwei namhafte öffentlich-rechtliche Sender wegen inhaltlicher Bedenken nicht ausstrahlen wollen.

Noch bis Mitternacht zeigt die "Bild"-Zeitung die Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt" im Internet". Der Film konzentriere sich "hauptsächlich auf den Nahen Osten". Unklar ist derzeit, ob Bild.de mit der Ausstrahlung Rechte verletzt.

Mit der Online-Stellung der Dokumentation für 24 Stunden gibt Bild allen die Möglichkeit, sich selbst eine Meinung über die Dokumentation zu bilden. Auch wenn diese Vorgehensweise befremdlich ist, hat ARTE keinen Einwand, dass die Öffentlichkeit sich ein eigenes Urteil über den Film bilden kann.

Von der Unterstellung, der Film sei aus politischen Gründen abgelehnt worden, nimmt der deutsch-französische Kanal Abstand und bezeichnet sie als "absurd". Zuletzt hatte es viel Kritik an der Vorgehensweise von Arte und dem WDR gegeben. Gegen diese Entscheidung hatte unter anderem der Zentralrat der Juden in Deutschland protestiert.

Historiker wie Michael Wolffsohn und Götz Aly hatten die Dokumentation gelobt. Aly warf dem Arte-Programmdirektor Zensur vor. Zudem lägen die Ausstrahlungsrechte bei Arte. Der Film hätte ursprünglich beim Fernsehsender ARTE laufen sollen, wurde aber nicht ausgestrahlt, da sich die Produktionsfirma nicht an Absprachen hielt, so ARTE, und "nur sehr partiell" das hochbrisante Thema behandle.

Related:

Comments

Latest news

Heynckes über Kroos: "Eigentlich müsste er aufhören"
Toni Kroos, Mittelfeldstar von Real Madrid und seit letztem Wochenende dreifacher Champions-League-Sieger, ist dabei der größte Gewinner.

"Forbes": Sean Combs bestbezahlter Promi
Diddy nannte und bürgerlich Sean Combs heißt, wurde in den 90er Jahren zu einem der erfolgreichsten Rapmusiker der Welt. Das Forbes-Magazin hat eine Liste der Stars veröffentlicht, die im vergangenen Jahr das meiste Geld verdient haben.

Intel: Neue Chips 30 Prozent schneller als Vorgänger
Modelle wie der i5-7640X-Prozessor mit vier Kernen und Vier-Gigahertz-Taktung kosten 242 US-Dollar, umgerechnet etwa 220 Euro. Die Taktgeschwindigkeit des Prozessors wird bei 3,3 GHz liegen und mittels Turbo auf bis zu 4,5 GHz ansteigen können.

WM-Quali: Mexiko bleibt ungeschlagen
Nur die besten drei CONCACAF-Teams qualifizieren sich sicher für die WM-Endrunde im kommenden Jahr in Russland (14. Platz vier mit einem Play-off gegen ein Team aus Asien wäre nur der Trostpreis.

Pfiffe gegen Timo Werner - von Zustimmung bis Robert Enke
Der 21-jährige reagierte enttäuscht auf die Reaktionen eines Teils der Zuschauer: "Ich weiß nicht, was die Gemüter so bewegt". Unverständlich, dass man den auspfeift. "Timo ist ein toller Sportler und Mensch, was der Großteil auch honoriert".

Other news