Schweres Erdbeben an der türkischen Ägäisküste

Ein schweres Erdbeben hat die Ägäisküste im Westen der Türkei erschüttert

Im europäischen Raum kommen die meisten Erdbeben in Griechenland, den südlichen Teilen des Balkans sowie im Westen der Türkei vor. Das Zentrum des Erdbebens lag vor der Halbinsel Karaburun und hatte laut der türkischen Erdbebenwarte in Istanbul eine Stärke von 6,2 auf der Richterskala.

Laut der türkischen Katastrophenschutzbehörde Afad lag das Epizentrum in der Ägäis in der Nähe der Provinz Izmir in einer Tiefe von zehn Kilometern.

Zu spüren waren die Stöße auf fast allen Inseln der Region bis hin zur griechischen Hauptstadt Athen und in Istanbul.

Das Erdbeben hat auf der griechischen Insel Lesbos erhebliche Schäden angerichtet, dort hat es auch eine Tote gegeben. Das sagte der Bürgermeister der Insel, Spyros Galinos, im Staatsradio. Auch in der Ortschaft Plomari wurden mehrere Häuser schwer beschädigt, wie Augenzeugen im Fernsehen berichteten. Informationen über Verletzte gab es auch hier zunächst nicht.

Laut Augenzeugen sind Menschen panisch auf die Straße gerannt.

Ein Reporter der Nachrichtenagentur DHA in Izmir berichtete, Menschen seien in Panik auf die Straße gerannt, manche seien in Tränen ausgebrochen. Verletzte gibt es nach türkischen Medienberichten bisher nicht.

Die Angaben zur Stärke des Bebens schwanken.

Der Bürgermeister des Bezirks Karaburun in der Provinz Izmir, Muhammet Özyüksel, sagte dem Nachrichtensender CNN Türk, das Beben habe etwa 15 bis 20 Sekunden gedauert. "Ich habe gedacht, das Gebäude stürzt ein", sagte er.

Laut Helmholtz-Zentrum handelte es sich um ein Dehnungsbeben, bei dem sich die obere Erdplatte in diesem Fall in Richtung Nord-Süd ausgedehnt habe. Man müsse mit Nachbeben von einer Stärke bis 5 Grad rechnen.

Nur wenige Länder sind häufiger von schweren Erdbeben betroffen als die Türkei. Der allergrößte Teil der türkischen Bevölkerung lebt in dauernder Erdbebengefahr. Auch Italien und der westliche Balkan sind immer wieder betroffen. Der größte Teil der schweren europäischen Beben ereignet sich nahe den Rändern von Afrikanischer und Europäischer Platte. Im August 1999 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,0 die dicht besiedelte Region am Marmarameer verwüstet; mehr als 17.000 Menschen wurden getötet. Dort kann es zu Spannungen kommen, die zu Beben führen - so auch unter der Oberfläche der Türkei.

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