Sexismus-Vorwürfe - Uber-Ceo soll Feld räumen

Im Gerede Uber Chef Travis Kalanick

Gestern hatte es in Medienberichten geheißen, Uber-Chef Travis Kalanick könne für mehrere Monate beurlaubt werden.

Der Top-Manager Emil Michael, ein enger Vertrauter Kalanicks, werde dem umstrittenen Fahrdienstvermittler verlassen.

Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung und des respektlosen Verhaltens hat das Management des Fahrdienstvermittlers Uber Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmenskultur beschlossen.

IT-Konzern Uber soll angeblich Konsequenzen aus den Skandalen der vergangenen Monate ziehen und seine Führungsspitze austauschen wollen.

Im Skandal um Sexismusvorwürfe bei Uber geriet auch Firmenchef Kalanick ins Visier. Diese sollen in Kürze den Mitarbeitern vorgestellt werden, sagte ein Unternehmensvertreter, der nicht benannt werden wollte. Arianna Huffington, eine der sieben stimmberechtigten Mitglieder im Uber-Führungsgremium, sagte jüngst, Kalanick müsse von einem streitlustigen Unternehmer zum Lenker eines Weltkonzerns heranwachsen. Und Uber-Chef Kalanick denke über einen mehrmonatigen Urlaub nach. Es stammt von der Anwaltskanzlei des ehemaligen US-Justizministers Eric Holder, der im Auftrag Ubers die Arbeitsbedingungen bei der Firma aus San Francisco untersucht hat. Michael stand bereits in der Kritik, seit er 2014 in einem vermeintlich vertraulichen Gespräch darüber fantasiert hatte, wie man das Privatleben einer kritischen Journalistin ausforschen könnte. Ob Gründer Travis Kalanick, der das Unternehmen von 2009 bis heute auf einen Wert von 70 Milliarden Dollar (62 Milliarden Euro) getrimmt hat, weiter uneingeschränkt allein hinter dem Lenkrad sitzen wird, ist ungewiss.

Unter anderem schrieb sie, ein Vorgesetzter habe Sex von ihr gewollt - und sei unbestraft geblieben, nachdem sie das gemeldet habe.

Uber steckt in seiner bisher schwersten Krise. Roboterwagenentwickler Anthony Levandowski wurde im Zuge einer Klage, mit Mitbewerber Waymo gegen Uber führt, gefeuert - der frühere Google-Manager soll bei seinem Weggang vom Konkurrenten Informationen gestohlen und bei Uber eingebracht haben.

Related:

Comments

Latest news

US-Justizminister sagt vor Geheimdienst-Ausschuss aus
Zuletzt sorgten in Washington Medienberichte über angebliche Auseinandersetzungen zwischen Trump und Sessions für Wirbel. In der Russland-Affäre rund um US-Präsident Donald Trump steht am Dienstag eine weitere brisante Anhörung im Senat an.

US-Präsident telefonierte mit Emir | Trump bietet sich als Vermittler im Katar
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wiederum beschuldigten das Emirat, die Stabilität und Sicherheit am Golf zu gefährden. Das Verhältnis Katars zum Iran sei dabei nur ein wichtiger Punkt, der andere sei der Umgang mit den Muslimbrüdern.

Kevin Kline und Bette Middler gewinnen Theaterpreis Tony
Kevin Kline wiederum siegte in der Kategorie "Bester Schauspieler in einem Theaterstück" für seine Rolle in "Present Laughter". Großes Staraufgebot bei den Tony Awards 2017 in New York: Ausgezeichnet wurden Musical- und Theaterstücke des Broadways.

Heidelberger Druckmaschinen will wieder kräftig wachsen
Im Geschäftsjahr 2016/17 hatte HeidelDruck einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro und ein Ebitda von 179 Millionen Euro erzielt. Unter dem Strich hat das Unternehmen 36 Millionen Euro verdient - daraus sollen bis 2022 mehr als 100 Millionen Euro werden.

Trump bläst zum Gegenangriff auf Comey
Seine Begründung für dieses Vorgehen zeigt Weitsicht: Er habe befürchtet, dass Trump über die Gesprächsinhalte "lügen" werde. Comey habe "vieles von dem bestätigt, was ich gesagt habe, und andere Dinge, die er gesagt hat, waren falsch", sagte Trump.

Other news