Tuchel-Nachfolger : Medien: Wechsel von Ajax-Trainer Bosz zum BVB perfekt

Gerold Knehr über erfolgreiche Glatzentrainer

Borussia Dortmund hat sich nach Informationen niederländischer Medien mit dem bisherigen Ajax-Trainer Peter Bosz auf einen Wechsel geeinigt. "Boss"? Boos"? oder doch "Bosch"?

Damit präsentierte die Borussia genau eine Woche nach der Trennung von Thomas Tuchel dessen Nachfolger. Darüber hinaus wurden aber nicht viele Geheimnisse gelüftet während dieser kurzen Präsentation des neuen Trainers. Dies gaben die Schwarz-Gelben, die dem neuen Coach einen Zweijahresvertrag geben, am Dienstag bekannt. In der vorigen Saison wurde ganz klar die direkte Qualifikation für die Champions League zum Ziel erklärt, nun sagte Bosz: "Ich will erfolgreich sein und guten Fußball spielen".

"Entscheidend war neben den sportlichen Ambitionen, dass wir gleich das Gefühl gehabt haben, dass hier etwas zusammenwachsen kann". Bosz soll auch die tiefen Gräben im Klub zuschütten, soll die Gemüter befrieden und eine Sehnsucht nach Ruhe und Harmonie stillen.

Ende vergangener Woche hatte Dortmunds Wunschkandidat Lucien Favre bei den Dortmundern abgesagt, nachdem er keine Freigabe von seinem Arbeitgeber OGC Nizza erhalten hatte. Bosz sei "ein einfacher Typ, der mit den Spielern viel spricht". De Boer musste trotz vier Meistertiteln innerhalb von fünf Jahren weichen, weil die Klubführung und das Publikum einen anderen Stil sehen wollten. Gegen alle Widerstände und trotz eines Fehlstarts krempelte er die Mannschaft radikal um und führte Ajax, das ein Durchschnittsalter von lediglich 22,7 Jahren aufweist, ins Europa-League-Finale und in der Eredivisie auf Rang zwei hinter Feyenoord. Da macht es auch nichts, dass seine Großmutter Schalke-Fan war. Und ob er in Dortmund wirklich besser mit seinen Vorgesetzten klar kommt, als der eigenwillige Tuchel, ist keineswegs sicher. Auch die "Bild"-Zeitung und der "Kicker" berichteten von einer unmittelbar bevorstehenden Verpflichtung von Bosz beim BVB". Wie seine Vorbilder Johan Cruyff und Pep Guardiola bevorzugt er eine schnelle und offensive Spielweise. Als der die große holländische Fußball-Legende im vorigen Jahr im Sterben lag, war Bosz Trainer bei Maccabi Tel Aviv, wo Johans Sohn Jordi Sportdirektor war. Die Vorlieben kamen der BVB-Philosophie am nächsten.

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