London: Mindestens sechs Tote bei Hochhausbrand

Das Hochhaus steht bis zum obersten Stock in Flammen

Es gibt Tote und viele Verletzte in dieser Nacht. Spekulationen über einen terroristischen Hintergrund wies die Polizei derweil zurück.

Ob Wohnhochhaus, Wolkenkratzer mit Büros, ob Hotel oder Mischnutzung: Das Risiko von Feuern in Hochhäusern ist nicht neu - und das Bewusstsein für dieses Risiko auch nicht.

London. Eine riesige Rauchsäule, meterhohe Flammen und Bewohner in Todesangst: Bei einem verheerenden Brand in einem Hochhaus im Westen Londons sind mehrere Menschen ums Leben gekommen und dutzende weitere verletzt worden. Ein Polizeisprecher in der britischen Hauptstadt äußerte jedoch am Mittwoch die Befürchtung, dass die Zahl der Opfer im Verlauf der stundenlangen Lösch- und Bergungsarbeiten noch steigen könne. Sie würden sich über mehrere Tage hinziehen. "Alle unsere Warnung sind auf taube Ohren gestoßen", heißt es in dem Beitrag. "Aber der Rauch verschlang sie, und dann zerstörte das Feuer alles".

Laut der Feuerwehr ist das Gebäude derzeit noch stabil genug, um mögliche Überlebende zu retten. Ein Experte überprüfe laufend die Statik des Grenfell Towers, sagte die Londoner Feuerwehrchefin Dany Cotton. Sie konnten aber erst bis zum 19. und 20. Stockwerk vordringen. Ebenfalls blieb zunächst offen, ob und wie viele Menschen vermisst werden. Mehrere Menschen seien tot, teilte die Londoner Feuerwehr mit. Brandriegel aus Steinwolle sollen deshalb die Ausbreitung des Feuers in der Dämmung verhindern.

Trotz der Zwischenfälle in anderen Gebäuden des Vermieters hätte dieser den Bewohnern des Grenfell Towers keine Sicherheitsanweisungen gegeben. Die entsetzlichen Bilder hätten ihn schwer getroffen. Die ersten Löschtrupps seien in weniger als sechs Minuten vor Ort gewesen. Im Einsatz waren den Angaben nach 200 Feuerwehrkräfte und 40 Löschfahrzeuge. Insgesamt würden 74 Verletzte im Krankenhaus behandelt, berichtet London Ambulance. Sie habe ihr gesagt, sie solle frische Kleidung mitnehmen und um ihr Leben laufen.

Die Polizei twitterte, die Gegend nordwestlich vom Hyde Park solle gemieden werden.

Die Polizei räumte auch umliegende Gebäude des brennenden Wohnblocks, um die Bewohner vor herabfallenden Trümmerteilen zu schützen.

Augenzeugen berichteten ebenfalls auf Twitter von einem großen Brand im Grenfell Hochhaus. Wie Augenzeugen berichten, sind einige Bewohner aus dem brennenden Gebäude gesprungen.

Trümmerteile flogen aus dem Gebäude, wie ein dpa-Reporter berichtete. Hin und wieder knallte es. Die Polizei hat alle Wege hermetisch und weiträumig abgeriegelt.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sagte, die Frage des Brandschutzes in Londoner Hochhäusern werde untersucht werden müssen.

Rund 120 Wohnungen befinden sich in dem 24 Stockwerke umfassenden, 68 Meter hohen Grenfell Tower, ein Sozialbau, im West-Londoner Viertel North Kensington.

Dabei wurden neue Wohneinheiten geschaffen, eine neue Heizungsanlage eingebaut und die Außenwand mit einer gedämmten Vorhangfassade versehen.

"Eine meiner Freundinnen wohnte mit ihrer Tochter in dem Haus". Zudem sollen auch ein Kindergarten und ein Boxclub im Haus gelegen sein. Im April 2016 reagierte die Hausverwaltung "Kensington and Chelsea TMO", die das Gebäude im Auftrag des gleichnamigen Stadtbezirks verwaltet, in einem Newsletter auf die Kritik.

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Londons Feuerwehrchefin: Gebäude derzeit stabil
Experten würden laufend die Statik des Grenfell Towers im Westen Londons prüfen, sagte Feuerwehrchefin Dany Cotton. Das Gebäude wurde 1974 erbaut und von 2014 bis 2016 für 8,6 Millionen Pfund (knapp 10 Millionen Euro) renoviert.

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