Nach Hause telefonieren kostet nicht mehr extra

Auf das Kleingedruckte müssen Kunden auch nach dem Wegfall der Roaming-Gebühren im EU-Ausland achten

Aber eigentlich rechnet man in Brüssel mit rosigen Zeiten für Handynutzer, die nicht mehr aus Angst vor der Kostenfalle im EU-Ausland das Roaming ausschalten müssen.

Wie kann ich mich gegen die Tricks der Mobilfunkanbieter wehren?

Prinzipiell müsst ihr einen Mobilfunkvertrag mit All-Net- und Internet-Flatrate vorausgesetzt, im EU-Ausland keine zusätzlichen Gebühren zu eurem Mobilfunkvertrag mehr fürchten. Die Kommission und die Abgeordneten haben es also letztlich gemeinsam erreicht, dass die Roaming-Gebühren am 15. Juni wegfallen. Hier bleiben die Tarife gleich.

Die Neuerung bringt jedoch nicht nur Verbesserungen für die Kunden mit sich, sondern bedeutet für die Anbieter auch Kosten. So sieht es die neue "Roam Like at Home"-Regelung der Europäischen Union (EU) vor".

In den vergangenen Monaten brachten einige Anbieter und Discounter Tarife auf den Markt, die explizit auf das Roaming verzichteten.

Das Telefonieren mit dem Handy im Ausland wird billiger.

Aus diesem Grund sollten Verbraucher die SMS ihres Providers zu den Nutzungsbedingungen nach Ankunft im Reiseland genau studieren.

Seit 2007 wurden die Roaming-Gebühren innerhalb der EU schrittweise gesenkt. Sie können bei jedem Anbieter zu RLAH wechseln. Die im Tarifpaket inkludierten Frei-Einheiten können genauso wie zuhause genutzt werden. "Eine durch Mobilcom-Debitel initiierte Abkündigung von speziellen Optionen ist nicht vorgesehen".

Bemerke ein Anbieter etwa einen geringen inländischen Datenverkehr im Vergleich zur Roaming-Nutzung oder eine lange Inaktivität einer SIM-Karte, die hauptsächlich oder ausschließlich beim Roaming eingesetzt werde, oder den Einsatz mehrerer SIM-Karten, die von einem Kunden nacheinander beim Roaming benutzt werden, sollte der Kunde eine zufriedenstellende Begründung abgeben können. Bei derzeit unlimitierten Tarifpaketen etwa wird sicher eine Grenze eingezogen. Allerdings geschieht das bei vielen Anbietern nicht automatisch, sondern setzt ein Aktivwerden der Kunden voraus. Für kleine, lokal tätige Firmen ohne eigene Netze wird es härter.

Besonders gründlich sollte die Prüfung dabei bei Kunden ausfallen, die sich häufig in der Schweiz aufhalten. Womöglich enthält euer Tarif günstige Roaming-Konditionen auch für die Schweiz oder Übersee. Telefonate ins Ausland fallen eben nicht unter die Neuregelung - "das kann durchaus mal zwei Euro die Minute kosten". Telefónica zum Beispiel verkürzt bei den hauseigenen Prepaid-Marken nach und nach das Gültigkeitsfenster der Tarife von 30 Tagen auf 28 Tage. Mobilfunkanbieter können hier die Datennutzung im europäischen Ausland nach der sogenannten Fair-use-Regelung begrenzen.

Was ist Roaming? Beim Auslands-Roaming verbindet sich das Handy des Nutzers im Ausland mit einem fremden Mobilfunknetz, da das eigene Mobilfunknetz nicht verfügbar ist. So haben sich Telekom, Vodafone und Telefonica (u.a. O2) selbstredend lange gegen die Abschaffung der Roaming-Gebühren gewehrt. Wer jedoch unbegrenzte SMS oder Anrufe hat, sollte diese nach Willen der EU auch im EU-Ausland unbegrenzt in Anspruch nehmen können. Die vzbv-Expertin Buscke bestätigt mögliche Kontrollen einer exzessiven Auslandsnutzung: "Ab einer gewissen Schwelle können die Anbieter aufmerksam werden".

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