Politiker begrüßt Angriff auf Polizistin - Parteikollegen entsetzt

Bild vergößern Der 29-jährige Piraten Politiker Thomas Goede aus Potsdam hetzte auf Twitter gegen Polizisten

In seiner eigenen Partei löste Goede mit seinem Tweet Fassungslosigkeit aus.

Wegen eines Tweets des Potsdamer Bundestagskandidaten Thomas Goede erwägt die Piratenpartei, ihre komplette Liste für die Bundestagswahl zurückzuziehen. Weg mit dem Bullendreck. Zudem fügte er noch das Kürzel "ACAB" hinzu, die oft gebrauchte Abkürzung für "All cops are bastards".

Goedes Twitter-Eintrag hat nachhaltige Folgen: Noch am Dienstagabend soll der Stadtverband der Piraten in Potsdam Ordnungsmaßnahmen gegen ihn verhängt haben, wie die Märkische Allgemeine berichtet. Seine Partei will ihn nun offenbar wegen parteischädigenden Verhaltens rauswerfen.

Ein Mitglied der Piratenpartei hat den Angriff auf die Polizistin in Unterföhring öffentlich begrüßt. Der Polizistin drücke er alle Daumen, schrieb er.

Der Brandenburger Landesvorsitzende Thomas Bennühr erklärte, er sei für einen Parteiausschluss.

Der Bundesvorstand der Piraten zeigte sich angewidert von Menschen, die die Gewalttat in München, bei der außerdem auch zwei Passanten schwer verletzt worden sind, gut heißen. Die Verantwortung, nun Konsequenzen zu ziehen, liege zunächst beim Kreisverband. Goede hat seinen Account noch am Abend auf privat umgestellt, seine Mitteilungen sind nur noch für Freunde sichtbar. Wer einem Menschen den Tod wünsche, habe in einer humanitären Gesellschaft nichts verloren, heißt es unter anderem.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft äußerte sich entsetzt: "Immerhin, er hat den Tweet gelöscht!"

Ein 37 Jahre alter Randalierer hatte nach einer Schlägerei in der Flughafen-S-Bahn einem Streifenbeamten bei einer Rangelei die Dienstwaffe entwendet und die Polizistin mit einem Schuss lebensgefährlich verletzt.

Mehrere Verletzte gab es bei Schießerei bei München.

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