Trump ist bereit, Comeys Aussagen unter Eid zu widersprechen

Trump guckt böse

Auch habe Trump nicht gesagt, er erwarte Comeys Loyalität. Einmal mehr bestätigt sich damit ein Bonmot, das dem legendären republikanische Senator Howard Baker zugeschrieben wird: Meist sei es nicht das eigentliche Ereignis, das Probleme bereite, sondern die Versuche, dieses Ereignis unter den Teppich zu kehren.

"Es wäre die Lizenz für einen Ermittler, in Trumps Vergangenheit herumzustochern im Hinblick auf seine Finanzen, Russland, russisches Geld", sagte er. Comey bezichtigte Trump und die US-Regierung, in der Begründung seiner Entlassung gelogen zu haben. Die Washington Post hatte sich das passende Trinkspiel ausgedacht: Jedes Mal, wenn das Wort Putin fällt, muss getrunken werden.(dpa) US-Präsident Donald Trump will den Anwalt Christopher A. Wray zum FBI-Direktor machen. Er habe diese Protokolle für notwendig gehalten, da er befürchtet habe, Trump könne über die Gesprächsinhalte "lügen".

Damit steht das Wort des Präsidenten gegen das Wort des früheren FBI-Chefs, der am Donnerstag unter Eid ausgesagt hatte.

Trump selbst zeigte sich bei einer öffentlichen Veranstaltung am Donnerstag in Washington scheinbar unbeeindruckt von Comeys Anschuldigungen und gab sich kämpferisch: "Wir werden kämpfen und gewinnen", sagte der Präsident vor seinen Anhängern. Auf Twitter beschuldigte er Comey "falscher Erklärungen" und "Lügen", bezeichnete ihn als "verräterischen Informanten".

Er sehe die Russland-Affäre um eine Beeinflussung der Wahl 2016 für sich als abgeschlossen an, erklärte Trump auch. Nach Comeys Aussage gerät auch Justizminister Jeff Sessions immer stärker in die Schlagzeilen. Er habe die Befürchtung gehabt, dass Trump später nicht die Wahrheit über den Inhalt der Unterredungen sagen würde. Schnell kam der Verdacht auf: Die Computer der Partei von Trumps Rivalin Hillary Clinton wurden im Auftrag Russlands gehackt. Trump hatte zuvor fast 46 Stunden nicht getwittert - eine ungewöhnlich lange Zeit für den Präsidenten, der in der Regel täglich mehrere Tweets absetzt. Der Präsident habe nie - weder wörtlich noch dem Sinn nach - angewiesen oder angedeutet, dass der FBI-Chef aufhören solle, gegen jemanden zu ermitteln, sagte Kasowitz. Eine Trump-Sprecherin entgegnet: Der Präsident sei kein Lügner.

Auch in den amerikanischen Medien wurden Comeys Aussagen vollkommen unterschiedlich kommentiert. Er habe sich von Trump unter Druck gesetzt gefühlt, die Ermittlungen gegen Flynn fallen zu lassen. Trumps Gegner sehen ihn der Justizbehinderung überführt - weitere Straftatbestände könnten folgen. Demnach will sich Trumps Rechtsberater Marc Kasowitz wegen Comeys Aussage auch an die Ausschüsse für Justiz und Geheimdienste im US-Senat wenden. Von Sacha Batthyany mehr.

Robert Mueller nimmt am 28. Oktober 2013 in Washington an der Vereidigung des damaligen FBI-Direktors Comey teil - jetzt ermittelt er wegen dessen Entlassung.

Trumps Einschätzung von Comey ist damit mindestens widersprüchlich: In jenen Aussagen, die ihn selbst entlasten, hält er Comey einerseits für vertrauenswürdig. Die bisher auf die Russlandfrage konzentrierten Ermittlungen der Bundespolizei gehen damit nicht nur weiter, sie werden auch Trump selbst weiter unmittelbar beschäftigen.

Von den Republikanern gab es ebenfalls Unterstützung für Trump - von Paul Ryan, dem Sprecher des Repräsentantenhauses. Sein Anwalt bereitet zudem nach Medienberichten eine Beschwerde gegen Comey beim Justizministerium vor. Der Trump nahestehende Sender wertete Comeys Aussagen als Entlastung.

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