Online- Riese Amazon schluckt Bio- Supermarktkette

Online- Riese Amazon schluckt Bio- Supermarktkette

Mit der angekündigten Übernahme der Bio-Supermarktkette Whole Foods Market für rund 13,7 Mrd. Das wird die Lebensmittebranche aufmischen.

Zuletzt hatten die klassischen Einzelhändler vor dem wachsenden Online-Angebot von Amazon Fresh gezittert.

Amazon steigt groß in den stationären Lebensmittelhandel in den USA ein.

Whole Food Markets werde weiter Läden betreiben. Der Aufbau der nötigen Infrastruktur braucht zudem Zeit. Wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten, zahlt Amazon 42 Dollar pro Whole-Foods-Aktie. Davon entfiel ein Großteil mit 440 Geschäften auf den USA, weitere 12 waren in Kanada und 9 in Großbritannien. Amazon hatte in den vergangenen Jahren stationäre Händler stark unter Druck gesetzt; der Konzern zeigte zuletzt aber immer mehr Interesse am Einstieg in das Geschäft mit Läden vor Ort.

Amazon expandiert im Geschäft mit frischen Lebensmitteln. So eröffnete Amazon mehrere Buchläden und schmiedet mit Amazon Go auch Pläne für kleine High-Tech-Supermärkte.

In einer Gegenbewegung baute der amerikanische Supermarkt-Riese Wal-Mart immer stärker sein Online-Geschäft aus - und kaufte just am Freitag den Modehändler Bonobos für 310 Millionen Dollar.

Mit den beiden Zukäufen heben die beiden Schwergewichte ihre Rivalität auf eine neue Ebene. Whole-Foods-Titel sprangen um mehr als 27 Prozent nach oben. Die Aktien des niederländischen Lebensmittelkonzerns Ahold Delhaize sackten um knapp zehn Prozent auf 16,69 Euro ab - das war der größte Kurssturz seit neun Jahren. Die Aktie des deutschen Metro-Konzerns gab um gut 1,5 Prozent nach.

In dem Kaufpreis sind auch die Schulden des Lebensmittelhändlers enthalten, wie Amazon erklärte. Berichten zufolge für 13,7 Milliarden US-Dollar. Whole Foods hatte im vergangenen Quartal den Umsatz lediglich um ein Prozent auf knapp 3,74 Milliarden Dollar gesteigert, der Gewinn sank im Jahresvergleich von 142 auf 99 Millionen Dollar.

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