Studie: Deutschland sichert 4,8 Millionen Jobs in EU

Studie Deutschland sichert 4,8 Millionen Jobs in EU

Ein schwaches Deutschland würde anderen schaden. In Tschechien und der Slowakei werden demnach etwa acht Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung durch die Güternachfrage aus Deutschland induziert; in den Niederlanden und in Österreich betrage dieser Wert etwa sieben Prozent. Das liegt maßgeblich am starken Export. Denn zum einen betrachtet die Studie nur die deutschen Importe und nicht den in der Kritik stehenden Exportüberschuss.

2015 habe Deutschland aus der EU Güter im Wert von fast 620 Milliarden Dollar importiert. Für Leistungen "Made in Germany" gibt es offensichtlich Abnehmer in der ganzen Welt, es bedeutet aber auch, dass anderswo weniger produziert wird und dass die Verschuldung in vielen Staaten wächst. Anlass des Gutachtens ist die langjährige Kritik am deutschen Leitungsbilanzüberschuss, der sich auch US-Präsident Donald Trump angeschlossen hat. Doch sie sichert einer Studie zufolge 4,8 Millionen Arbeitsplätze in anderen EU-Ländern.

Für fast alle Mitgliedstaaten ist Deutschland der wichtigste oder zweitwichtigste Exportmarkt, schreibt Prognos. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Schweizer Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW).

"Eine dynamische deutsche Industrie bremst die Entwicklung in den anderen EU-Staaten nicht, sondern ist umgekehrt eine wichtige Triebfeder für deren eigene Wachstumsdynamik", erklärte Brossardt.

Von der deutschen Industrie und Importnachfrage profitieren demnach vor allem die Nachbarländer. In diesem Szenario würden besonders die Staaten leiden, die eng mit der deutschen Wirtschaft verbunden sind. Damit sorgten deutsche Unternehmen "jeweils für hunderttausende Arbeitsplätze", so Brossardt.

Im Gegensatz zu Donald Trump, der auf "America First" und Isolation setzt, argumentiert die Studie: Je enger eine Volkswirtschaft mit der deutschen verflochten ist, desto mehr kann sie profitieren. Sie können nicht nur mehr Produkte dorthin verkaufen, sondern auch ihren eigenen Bedarf an deutschen Produkten günstig decken. Er forderte, "die Scheindiskussion um angebliche negative Effekte des deutschen Leistungsbilanzüberschusses zu beenden". Kernaussage des 23-seitigen Papiers, dass das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos erstellt hat: Die deutsche Wirtschaft sichert auch in anderen Ländern Millionen Arbeitsplätze - und zwar vor allem innerhalb der EU, wo die Handelsbeziehungen am stärksten sind.

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