Ein grosser Europäer und der Vater der deutschen Einheit

AFP 2017 David GannonLafontaine

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion des sächsischen Landtages, Frank Kupfer, sagt: "Wir trauern um den Vater der Einheit und einen großen Europäer!"

Justizminister Heiko Maas (SPD) sagte: "Der ewige Kanzler und große Europäer geht". Seine Verdienste um die Deutsche Einheit bleiben.

Besonders hob Steinmeier ausserdem die Verdienste Kohls um die deutsche Einheit hervor: "Es war ein besonderes Glück für Deutschland, dass Helmut Kohl das Land in einem entscheidenden Moment mit Weitblick und Führungskraft regierte".

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Helmut Kohl bei einer ihrer letzten Begegnungen.

Sie erst legte die Grundlage für den erfolgreichen Prozess zur Deutschen Einheit. Wegen einer Spendenaffäre, in die Kohl maßgeblich verwickelt war, forderte Merkel Ende der 90er Jahre als damalige CDU-Generalsekretärin die Partei zur Loslösung vom Übervater auf. "In Gedenken an Helmut Kohl habe ich die Europaflaggen vor den europäischen Institutionen auf Halbmast setzen lassen".

25 Jahre nach der von Helmut Kohl und François Mitterrand angestoßenen Gründung hat sich ARTE als Akteur der europäischen Kulturlandschaft etabliert und verfolgt die Verständigung der europäischen Völker bis heute.

CSU-Chef Horst Seehofer würdigte Kohl als einen "der ganz großen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland". Als Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz und als Bundeskanzler habe er immer wieder das Gespräch mit den christlichen Kirchen gesucht und "war für sie ein hervorragender Gesprächspartner".

Als sein grösster Erfolg gilt die deutsche Wiedervereinigung. Er starb gemäss den "Bild"-Angaben am Freitagmorgen in seinem Haus in Ludwigshafen im Alter von 87 Jahren. Er hat mich auf allen europäischen Wegen geleitet und begleitet". Vor allem sei Kohl "ein grosser Europäer" gewesen. "Wir verlieren mit Helmut Kohl einen großen Staatsmann, wahrhaftigen Europäer und den Kanzler der Einheit", erklärte der CDU-Politiker über den Kurznachrichtendienst Twitter. Das heutige Europa sei ein Ergebnis von Kohls "Visionen und seiner Hartnäckigkeit, enormen Hindernissen zum Trotz", hieß es in einer Erklärung der Vereinten Nationen. Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zeigte sich bestürzt. Das ist ein großer Verlust. Und doch strebte er nie ein deutsches Europa, sondern immer ein europäisches Deutschland an.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg schrieb: "Als die Berliner Mauer fiel, war er der Lage gewachsen". Schon als Schüler trat Kohl 1947 in die CDU ein.

Mit seinem Zehn-Punkte-Programm vom Herbst des Jahres 1989 ist es ihm gelungen, unseren Nachbarn, aber auch den Verbündeten klar zu machen, dass auch ein vereintes Deutschland seine Pflichten gegenüber dem Frieden und gegenüber Europa erfüllen würde.

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