Fieberhafte Suche nach Ursache für Londoner Brandkatastrophe

Das Hochhaus brannte fast vollständig aus

Freunde und Verwandte suchen mit Postern und in den sozialen Medien zunehmend verzweifelt nach Vermissten. Sie fürchtet, es könne mehr als 60 geben.

Die Zahl der Todesopfer stieg unterdessen von 12 auf 17. 24 Menschen wurden am Freitag noch in Krankenhäusern der britischen Hauptstadt behandelt. Die Feuerwehr blieb auch am Freitag im Einsatz. Ihre Gedanken und Gebete seien bei den Familien, die bei dem Feuer im Grenfell Tower Angehörige verloren hätten, und bei den vielen Menschen, die schwer verletzt im Krankenhaus lägen, teilte der Buckingham-Palast am Donnerstag mit. Die Feuerwehr suchte mit Drohnen und Suchhunden nach Menschen in dem total zerstörten Hochhaus. Die wütenden Bewohner um den Grenfell Tower hat sie mit dieser Geste derweil kaum beruhigt.

"Wir hegen kaum noch Hoffnung, dass Gloria und Marco noch am Leben sind".

Die Suche und Identifizierung der Opfer werde Wochen dauern, sagte Stuart Cundy von der Londoner Metropolitan Police. Die junge Frau habe sich aus dem brennenden Haus telefonisch noch von ihrer Mutter verabschiedet.

Einige Mieter wurden demnach erst durch Rauchmelder in den Wohnungen wach. "Danach haben wir nichts mehr von ihm gehört", berichtete der Vater. Möglicherweise können auch nicht alle Opfer identifiziert werden. Bereits am Mittwoch hatte May den Opfern der Brandkatastrophe ihre Anteilnahme ausgedrückt. Scheinbar geriet ein Kühlschrank in Brand. War der Brandschutz tatsächlich mangelhaft?

Angebracht wurden die Fassadenteile von der Firma Harley Facades, die in einer Erklärung mitteilte, dass sie keine Verbindung zwischen dem Brand und der Außenverkleidung sehe. Der Labour-Abgeordnete David Lammy sagte, viele der Sozialbauten aus den 1970er Jahren - wie das Grenfell-Hochhaus -, sollten abgerissen werden. Die Queen und ihr Enkel besuchten am Freitag eine Notunterkunft in einem Fitness-Center im Stadtteil Kensington in der Nähe des Brandorts. Brandschutzminister Nick Hurd sprach bei einem Treffen in Westminster von einer "nationalen Tragödie". Schon am Donnerstag hatte die Monarchin den Mut der Feuerwehrleute und die "unglaubliche Großzügigkeit" der freiwilligen Helfer gewürdigt.

Hunderte Demonstranten versammelten sich am späten Freitagnachmittag vor dem Rathaus im Bezirk Kensington und Chelsea und forderten Antworten von den Behörden im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe. Zahlreiche Menschen hatten auch die vergangene Nacht noch in Turnhallen und Hotels verbracht. Die Demonstration soll am frühen Abend vor dem Ministerium für Kommunen stattfinden, das auch für Wohnungsbau verantwortlich ist.

Laut einer Rechnung der "Daily Mail" hätte die feuerfeste Variante mit lediglich rund 6000 Euro Mehrkosten zu Buche geschlagen - eine lächerlich geringe Summe für eine Maßnahme, die Leben hätte retten können, sind nun viele Bürger empört.

Die Demonstration stand unter dem Motto "Justice for Grenfell!"

Das Wichtigste in Kürze: Die Evakuierungsmaßnahmen in dem brennenden Hochhaus im Westen Londons sind unterbrochen worden, da die Ränder nicht sicher sind.

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