Lidl eröffnet erste Filialen in den USA

Nun soll der Shopping-Koloss erzittern, weil eine für Amerikaner kaum aussprechbare Handelskette aus Neckarsulm neun Läden in drei US-Staaten eröffnet hat? Aldi will innerhalb der nächsten fünf Jahre fünf Milliarden Dollar investieren und fast 900 neue Läden eröffnen. Kurzfristig habe der Discounter aber noch die Genehmigung für ein zehntes Geschäft erhalten, sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Die US-Ladenkette von Aldi soll den Angaben zufolge bis zum Jahr 2022 von derzeit 1600 auf dann 2500 Filialen anwachsen.

Erzrivale Aldi ist schon dort, nun greift Lidl in den USA an. Jetzt erhöhte das Unternehmen seine Investitionspläne noch einmal um 3,4 Milliarden Dollar. Tatsächlich spricht Aldi laut Studie mit seinem breiten Sortiment aber auch wohlhabendere Menschen in den USA an. Noch diese Woche will auch Lidl sein erstes US-Geschäft eröffnen. Die Zahl der Kunden soll laut den Aldi-Plänen von derzeit rund 40 Millionen monatlich auf 100 Millionen anschwellen. Das Unternehmen ist seit 1976 in den USA präsent und hat Filialen in 35 der 50 Bundesstaaten. Dies liegt auch daran, dass das Unternehmen dort bislang auf große Werbeoffensiven verzichtet hat.

Aldi Nord besitzt in den USA auch die Kette Trader Joe's, die ebenso wie das Mutterhaus auf preisgünstige Lebensmittel spezialisiert ist. Im Laufe des Sommers sollen weitere elf Filialen in denselben Staaten hinzukommen. So halten die Händler ihre Kunden für treu, jedoch würden 71 Prozent der Studienteilnehmer Lidl oder Aldi testen wollen, sollten diese in ihrer Nähe eröffnen. Insgesamt 5000 Jobs sollen bis dahin geschaffen werden. Auch mit prominenter Unterstützung hofft Lidl dennoch, die Expansion zu einem Erfolg zu machen.

Für die US-Branchenschwergewichte, allen voran Marktführer Walmart, dem mit einem Jahresumsatz von 486 Milliarden Dollar weltgrößten Einzelhändler, kommt der neue Wettbewerber mehr als ungelegen. Das sei die Erklärung, warum Lidls Rivale Aldi trotz mehr als 40-jähriger US-Präsenz bislang nur etwa ein Prozent Marktanteil erreicht habe. Das ist fünf Mal so schnell wie die traditionellen Lebensmittelhändler. Nahrungsmittel sind in den USA insgesamt wesentlich teurer als in Deutschland.

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