Londoner Brandkatastrophe: Polizei rechnet mit weiteren Toten

Das Hochhaus brannte fast vollständig aus Bild AFP

Die Ursache des Feuers im Londoner Grenfell Tower ist noch unbekannt. Sie ähnelte demnach denen anderer Gebäude in Frankreich, Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, in denen sich Brände ebenfalls rasch ausgeweitet hatten. Bei der Feuerwehr ging der erste Notruf um 0.54 Uhr (Ortszeit) ein. Bisher waren 12 Opfer bestätigt. Nach Angaben des Stadtbezirks sind in dem Sozialbau 120 Wohnungen. "Wir schulden das den Familien, den Menschen, die ihre Liebsten verloren haben und ihr Zuhause, in dem sie gelebt haben", erklärte May.

Nach Angaben von Scotland Yard war der Brand kein Terroranschlag. Der Kern des Gebäudes sei strukturell sicher - gefährlich sei es am Rand der oberen Etagen, sagte Feuerwehrchefin Dany Cotton.

Die Polizei in London rechnet mit noch mehr Toten. Die Polizei befürchtete, dass es über 100 Todesopfer geben könnte. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden mindestens 79 Patienten in Kliniken behandelt, 18 von ihnen seien in einem kritischen Zustand. Dutzende Menschen wurden von der Feuerwehr aus den Flammen gerettet, anderen gelang selbst die Flucht. Die Ursache für das Feuer ist weiter unklar. "Ich schicke keine Feuerwehrleute da rein". Anwohner hatten sich über den angeblich mangelnden Brandschutz in dem Gebäude beschwert, das 1974 erbaut und von 2014 bis 2016 saniert worden war.

Die britische Feuerschutzvereinigung (FPA) schrieb in einer Stellungnahme, dass grundsätzlich einige Dämmmaterialien zu leicht entflammbar seien. Es hatte bereits Beschwerden über unzureichenden Brandschutz in dem Hochhaus gegeben.

"Sorgfältige Untersuchung" angekündigt Der Grenfell-Tower brannte wie eine Fackel.

Zwei Tage nach der Brandkatastrophe in London gehen am Freitag die Suche nach weiteren Opfern sowie die Ermittlungen zur Brandursache weiter.

Einen schärferen Ton schlug Jon Hall an, ein britischer Brandschutzexperte. Die Feuerwehr habe alle 24 Stockwerke kurz durchsuchen können. Es sei möglich, dass manche Opfer nie identifiziert werden könnten. "In Deutschland dürften brennbare Dämmplatten an Hochhäusern nicht verbaut werden".

Dunkler Rauch steigt aus dem Grenfell Tower auf. Auch die für die Renovierung zuständige Firma Rydon versicherte, bei der Sanierung seien alle Brandschutz- und Sicherheitsvorschriften eingehalten worden.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan versprach umfassende Aufklärung.

Nach der Katastrophe ist das Hochhaus im Stadtteil Kensington entgegen ersten Befürchtungen nicht einsturzgefährdet.

Die Londoner Feuerwehr hatte die Suche nach weiteren Opfern im ausgebrannten Hochhaus am Vormittag unterbrochen. Die Rettungskräfte stellten sich darauf ein, dass der Einsatz noch mehrere Tage dauern wird.

Wenn du weisst, wovon wir sprechen, werden dich bestimmt auch die folgenden Cartoons von verschiedensten Künstlern amüsieren. Und da spriessen sie, die unliebsamen Haare, als hätten sie nur darauf gewartet, dass die Badi-Saison beginnt, um plötzlich in Höchstgeschwindigkeit aus ihren Wurzeln zu schiessen.

Unter der Slideshow geht's weiter.

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