Muslime marschieren in Köln gegen islamistischen Terror

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Als "richtig gute Aktion" bezeichnete die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, die Demonstration. Unter diesem Motto wollen Muslime aus ganz Deutschland Position beziehen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin: "Dass Ditib an dieser Kundgebung am morgigen Samstag nicht teilnehmen will, ist einfach schade". Die Ditib gerät immer wieder in die Kritik - nicht zuletzt wegen ihrer umstrittenen Anbindung an die Türkei. Sie halte es "für unverzichtbar, in Zukunft einen stärkeren Dialog mit nichtreligiösen Migrantenverbänden zu führen". "Sie müssen wir stärken und ganz selbstverständlich als Teil unserer Zivilgesellschaft verstehen", so Barley. Die Liste der UnterstützerInnen reicht von Nordrhein-Westfalens designiertem Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) über SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und Grünen-Chef Cem Özdemir bis zum Linkspartei-Vorsitzenden Bernd Riexinger. Für die Linken-Politikerin Sevim Dagdelen ist die Absage der Ditib zwar "falsch, aber folgerichtig". Diyanet wiederum ist direkt der türkischen Regierung in Ankara unterstellt.

Die Türkisch-Islamische Union (DITIB), der größte Islamverband Deutschlands, hat seine Teilnahme am Friedensmarsch von Muslimen gegen islamistischen Terror abgesagt.

Güzelmansur: Ditib hat eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie verschiedene Gründe aufführt.

Die Anti-Terror-Demonstration beginnt um 13 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Heumarkt in Köln. phoenix berichtet ab 14 Uhr. Ich finde die Entscheidung der Ditib bedauerlich. Auch der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, sieht in der Absage ein verheerendes Zeichen: "Dass sich die Ditib mit diesem Verhalten weiter isoliert, sehen wir mit sehr großen Sorgen".

Köln (ots) - Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat anlässlich des Friedensmarschs am Samstag in Köln vor einem "Generalverdacht" gegen Muslime gewarnt. Der Verband begründete seine Haltung damit, dass solche Demonstrationen das Problem des internationalen Terrorismus auf Muslime verengen und die Gläubigen damit stigmatisieren würden.

Unterstützt wird die Demonstration unter anderem vom Zentralrat der Muslime und der Türkischen Gemeinde, aber auch von christlichen Gruppen, deutschen Parteien und zahlreichen Einzelunterzeichnern.

'Muslimische' Demonstrationen, um zu zeigen, dass man sich von den Gewalttätern und ihren Taten nicht vereinnahmen lassen will, gab es bislang ebenfalls unzählige Male in Form von gemeinsamen öffentlichen Stellungnahmen, öffentlichen Gebeten und öffentlichen Initiativen.
"So dauert es erfahrungsgemäß nicht einmal Wochen, bis erneut Aufrufe an die Adresse der Muslime laut werden, sich vom Terror zu distanzieren", so die Ditib in seiner Erklärung.

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