Parteichef: Macron-Lager kann stabile Mehrheit bilden

Präsident Emmanuel Macron lässt sich auf einer Technologiemesse in Paris für ein Selfie mit Anhängern ablichten

Auch bei einer absoluten Mehrheit in der Nationalversammlung würde Macrons Lager nicht das ganze Parlament dominieren. Den traditionellen Regierungsparteien drohen derbe Niederlagen. Ein Dämpfer ist allerdings die historisch schwache Wahlbeteiligung. Der 39-Jährige wird damit ein Präsident mit einer enormen Machtfülle sein - so groß, dass er sich selbst etwas beunruhigte, wenn man dem Enthüllungsblatt "Le Canard Enchaîné" glaubt. Umfragen hatten Macrons Lager deutlich vorn gesehen. Die endgültige Entscheidung fällt allerdings erst bei der Stichwahl am kommenden Sonntag (18. Juni). Das war deutlich weniger als vor fünf Jahren. Die Kandidatin der EU-feindlichen Front National, Marine Le Pen, die gegen Macron die Stichwahl verloren hatte, beklagte am Abend die "katastrophal" niedrige Wahlbeteiligung. Die Fünfte Republik wurde 1958 gegründet.

Für den jüngsten französischen Präsidenten aller Zeiten geht es um eine Mehrheit für sein Reformprogramm. Das sei ein extrem starkes Zeichen, sagte der Generalsekretär von La République En Marche, Richard Ferrand, nach Abschluss des ersten Wahlgangs. Deshalb gilt: Frankreichs Präsident hat zwar viel Macht - doch ohne Mehrheit in der Nationalversammlung schrumpft sein innenpolitischer Einfluss stark zusammen.

Die Parlamentswahl wäre damit die Fortsetzung einer beispiellosen politischen Umwälzung in Frankreich.

Macron hat seine erst vor gut einem Jahr gegründete Partei "weder rechts noch links" positioniert und damit die Grundlinien der französischen Politik umgepflügt. Über ein halbes Jahrhundert hinweg hatten Sozialisten und bürgerliche Rechte die Geschicke des Landes bestimmt. Im ersten Wahlgang braucht es für einen Sieg die absolute Mehrheit - das schafft kaum jemand.

Die Republikaner holten zusammen mit der Zentrumspartei UDI 21,56 Prozent der Stimmen.

Auch für die konservativen Republikaner und die rechtspopulistische Front National (FN) verlief der Wahlsonntag enttäuschend. Sie ist bisher nur mit zwei Abgeordneten vertreten. Für die zweite Wahlrunde qualifizierten sich unter anderem Philippot und Le Pen. Das Mehrheitswahlrecht macht es kleinen Parteien ohne gewichtige Bündnispartner schwer, Sitze zu erobern. Den Prognosen zufolge dürfte die Partei bei der zweiten Wahlrunde am kommenden Sonntag klar die absolute Mehrheit in der 577 Sitze zählenden Nationalversammlung gewinnen.

Die Regierung hat bereits die Grundzüge für eine Arbeitsrechtsreform vorgelegt, mit der Macron eines seiner Wahlversprechen umsetzen will. Ausserdem will sie die Sicherheitsmassnahmen verstärken, nachdem es in Frankreich seit Anfang 2015 zu einer Reihe blutiger Terroranschläge gekommen ist.

Zu der Wahl aufgerufen waren 47 Millionen Franzosen. Sie kamen nur noch auf 7,4 Prozent, auch gemeinsam mit nahestehenden Kandidaten reichte es nicht für ein zweistelliges Ergebnis. Die letzten Wahllokale schließen um 20.00 Uhr, im Anschluss werden erste Hochrechnungen erwartet. Die Abstimmung fand wegen der Anschlagsgefahr unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt, rund 50.000 Polizisten waren im Einsatz. Am vergangenen Dienstag hatte ein Ordnungshüter vor der Pariser Kathedrale Notre-Dame nach einem Hammerangriff auf einen Terrorverdächtigen geschossen.

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