Takata offenbar kurz vor der Insolvenz

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Der Zulieferer braucht nach dem dritten Jahresverlust in Folge dringend frisches Geld und ist auf der Suche nach einen Investor.

Takata steht möglicherweise kurz vor der Insolvenz. Der amerikanische Autoteileproduzent Key Safety Systems und der Beteiligungsfonds Bain Capital versuchen zurzeit, mit Takata und seinen Kunden ein 1,6 Milliarden Euro schweres Rettungspaket zu schnüren. Der Schuldenstand beläuft sich auf umgerechnet 640 Millionen Euro. Zudem gestand das Unternehmen kriminelle Vergehen ein und stellt sich drei Jahre lang unter die Aufsicht eines unabhängigen Prüfers. Die Mängel haben allein in den USA zum Rückruf von fast 70 Millionen Airbags geführt und werden für den Tod von mindestens 16 Menschen verantwortlich gemacht. Angesichts enormer Verbindlichkeiten von inzwischen umgerechnet rund 8,1 Milliarden Euro wäre das eine der größten Pleiten in der japanischen Industrie in der Nachkriegsgeschichte. Vor vier Jahren musste Takata einräumen, defekte Airbags an Autohersteller geliefert zu haben. US-Anwälte werfen ihnen vor, die Airbags in ihre Fahrzeuge eingebaut zu haben, obwohl sie von deren Fehlfunktion gewusst haben. Hintergrund ist japanischen Medien zufolge die teure Rückrufaktion für defekte Airbags der Firma. Dass die Autobauer sich nun als Opfer darstellten, sei eine "Beleidigung der wirklichen Opfer, die schwer verletzt oder getötet wurden". BMW USA erklärte, zu einer laufenden Angelegenheit keinen Kommentar abgeben zu können. Der Handel in Tokio mit Takata-Aktien wurde unterbrochen. Dort sind etwa 42 Millionen Autos betroffen.

Mitte Januar 2017 hatte sich Takata mit den US-Justizbehörden auf eine Strafzahlung in Höhe von rund einer Milliarde Dollar geeinigt.

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