Anleger schalten nach Dax-Rekordhoch einen Gang zurück

Der Dax hat seine Verluste dank wieder steigender Ölpreise wettgemacht. Auf Wochensicht rutschte der deutsche Leitindex damit in den negativen Bereich. Ein anderer Experte verwies auf anhaltende Gewinnmitnahmen bei einem insgesamt dünnen Handelsvolumen, nachdem in den ersten deutschen Bundesländern die Sommerferien begonnen hätten.

Für Kursausschläge bei deutschen Einzelwerten sorgten vor allem Analystenkommentare.

Der Broker IG taxierte den Dax am Morgen rund zwei Stunden vor dem Auftakt 0,06 Prozent tiefer auf 12 767 Punkte. Auch im Tagesgeschäft lief es schlechter als noch zu Jahresbeginn. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,24 Prozent auf 3547,34 Punkte. Zuvor hatte eine Kaufempfehlung der Citigroup die Aktien noch um bis zu 2 Prozent steigen lassen.

Als ihren Favoriten im MDax erkoren die Anleger den Stahlkonzern Salzgitter: Die Aktien gewannen 2,73 Prozent. Analyst Volker Bosse von der Baader Bank begrüßte die Zurückweisung mehrerer Nichtigkeits- und Anfechtungsklagen gegen den Aufspaltungsbeschluss der Hauptversammlung durch das Oberlandesgericht Düsseldorf.

Im Dax gewannen die Aktien von ProSiebenSat.1 nach dem Verkauf des Reiseportal-Betreibers Etraveli an den Finanzinvestor CVC für rund eine halbe Milliarde Euro 0,42 Prozent. Der Verkaufserlös soll nun in andere Online-Geschäfte fließen. Analyst Ingo-Martin Schachel lobte die "beeindruckende" Margenverbesserung im Bandstahlgeschäft, wo Salzgitter der Konkurrenz zuvor jahrelang sichtbar hinterher gehinkt sei. Bis zum Donnerstagnachmittag hatten Aktionäre 45,3 Prozent der Stada-Papiere angedient. Anders lautende Meldungen hatten Innogy seit Mitte Mai deutlich Auftrieb gegeben.

Die Titel des Softwarekonzerns SAP profitierten von überraschend starken Quartalszahlen des US-Konkurrenten Oracle: Mit einem Kursanstieg von 0,49 Prozent gehörten sie zu den besten Werten im Leitindex. Zur Wochenmitte hatten sie mehr als 3 Prozent eingebüsst, nachdem das Unternehmen vor zu hohen Markterwartungen mit Blick auf das zweite Quartal gewarnt hatte. Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent auf 141,78 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,07 Prozent auf 164,88 Punkte. Der Dollar kostete damit 0,8953 (0,8971) Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Mittwochnachmittag noch auf 1,1147 (Dienstag: 1,1156) Dollar festgesetzt.

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