Bericht: Dopingverdacht bei Russlands Fußball-WM-Team

FIFA Confederations Cup Russia 2017 Mexico V Russia Group A

Die Fifa bestätigt das - ganz anders als Russlands Fußballchef.

Laut der Tageszeitung versuchen die Ermittler des Fußball-Weltverbandes FIFA in Erfahrung zu bringen, ob auch das Fußball-Team von dem staatsgetriebenen Doping in Russland betroffen war. Nach dem Confed-Cup-Aus steht nun offenbar das gesamte WM-Team von 2014 unter Doping-Verdacht. Dabei ließ der Weltverband am Sonntag allerdings offen, ob es sich um Spieler des russischen WM-Kaders von 2014 handelt. Die Dopingtests der Spieler aus dem russischen WM-Aufgebot vor der Weltmeisterschaft und nach den Spielen seien negativ gewesen. "Im Fußball gab es nie Doping und wird es nie Doping geben", sagte Mutko am Sonntag der Agentur Tass in Moskau. Im Fußball habe es nie Doping gegeben, erklärte dieser. Den aktuellen Stand der Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA auf Grundlage des McLaren-Berichts könne die FIFA nicht kommentieren, hieß es. Die britischen Medien würden "irgendwelchen Blödsinn" schreiben.

Der kanadische Sonderermittler Mc Laren hatte im vergangenen Jahr Beweise vorgelegt, wonach russische Sportler zwischen 2011 und 2015 in systematisches und staatlich gedecktes Doping verwickelt waren. Russlands Präsident Wladimir Putin hat Staatsdoping stets zurückgewiesen.

Schon das Vorrunden-Aus beim Confed Cup hat Russland hart getroffen, ein Doping-Vorwurf könnte für den WM-Gastgeber aber noch deutlich unangenehmere Folgen haben.

Vier Spieler aus dem WM-Team - Maksim Kanunnikov, Denis Glushakov, Igor Akinfeev and Aleksandr Samedov - nahmen eben erst am Confed Cup für Russland teil.

Fußball-Verbandschef Witali Mutko hat Anschuldigungen, in seiner früheren Funktion als Sportminister in die Praktiken involviert gewesen zu sein, stets bestritten. Bei den Olympischen Spielen 2016 waren viele Athleten ausgeschlossen worden, an den Paralympics durfte kein Russe teilnehmen.

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