Doping-Untersuchung gegen Russlands WM-Team von 2014?

Mexico v Russia Group A- FIFA Confederations Cup Russia 2017

Es soll Unregelmäßigkeiten auch bei der russischen Fußball-Nationalmannschaft gegeben haben.

Demnach versuchen die Ermittler in Erfahrung zu bringen, ob auch das Fußball-Team von dem institutionellen Dopingsystem in Russland betroffen war.

"Es liegt im Interesse der FIFA, dass dieses Verfahren so schnell wie möglich abgeschlossen wird", teilte der Verband in einem Statement mit: "Bis dahin sind wir nicht in der Position, weitere Details zu nennen". Den aktuellen Stand der Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA auf Grundlage des McLaren-Berichts könne die FIFA nicht kommentieren, hieß es.

Wie die englische Daily Mail on Sunday berichtet, wird gegen die gesamte Mannschaft, die für Russland 2014 an der Weltmeisterschaft in Brasilien teilgenommen hatte, ermittelt. Dem Medienbericht zufolge richten sich die Ermittlungen gegen alle 23 Spieler des russischen WM-Kaders von 2014 und elf weitere Fußballer. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf Unterlagen der FIFA. "Im Fußball gab es nie Doping und wird es nie Doping geben", sagte Mutko der Agentur Tass in Moskau. Der unabhängige Ermittler trug Beweise zusammen, dass die Sportler zwischen 2011 und 2015 in systematisches und staatlich gedecktes Doping verwickelt waren. So wurde in einigen Nachrichten, die an den ehemaligen Chef der russischen Anti-Doping-Agentur verschickt wurden, anscheinend offen darüber debattiert, wie man die von der Regierung verordnete Verschleierung am besten durchsetze und wie man Dopingproben manipulieren solle. Schon im ersten Bericht hatte McLaren darauf hingewiesen, dass unter 643 verschwundenen Dopingproben auch elf von Fußballern gewesen seien.

Ein Jahr noch bis zur Heim-WM - und für Russlands Fußballer läuft es miserabel. Russlands Präsident Wladimir Putin hat Staatsdoping stets zurückgewiesen. Dabei ließ der Weltverband am Sonntag allerdings offen, ob es sich um Spieler des russischen WM-Kaders von 2014 handelt. Im kommenden Jahr ist Russland WM-Gastgeber.

Fußball-Verbandschef Witali Mutko hat Anschuldigungen, in seiner früheren Funktion als Sportminister in die Praktiken involviert gewesen zu sein, stets bestritten. Bei den Olympischen Spielen 2016 waren viele Athleten ausgeschlossen worden, an den Paralympics durfte kein Russe teilnehmen.

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