FIFA bestätigt Doping-Ermittlungen um Russland - Keine Namen genannt

Einmal mehr steht Russland im Fokus der Doping-Ermittler

Der Skandal um Doping in Russland hat jetzt den Confed Cup erreicht.

"Es liegt im Interesse der FIFA, dass dieses Verfahren so schnell wie möglich abgeschlossen wird", teilte der Verband in einem Statement mit: "Bis dahin sind wir nicht in der Position, weitere Details zu nennen". Die Fifa hat inzwischen Ermittlungen bestätigt - nennt aber keine Namen. Dabei ließ der Weltverband auf Anfrage allerdings offen, um welche Spieler es sich handelt.

Einem Bericht der englischen Zeitung "Mail on Sunday" zufolge könnte die russische Sbornaja in den Skandal um staatlich organisiertes Doping verstrickt sein. Einem Medienbericht zufolge steht der gesamte russische WM-Kader von 2014 unter Dopingverdacht, noch nie zuvor wurde dies einer kompletten Nationalmannschaft unterstellt.

Die FIFA bestätigte einen entsprechenden Bericht der britischen "Mail on Sunday". Der Weltverband Fifa wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren, kündigte aber eine Stellungnahme im Laufe des Sonntags an.

Der Vorwürfe setzen Vitaly Mutko, Präsident der russischen Fußball-Föderation und ehemaliger Sportminister, stark unter Druck. "Im Fußball gab es nie Doping und wird es nie Doping geben", sagte Mutko der Agentur Tass in Moskau. Zudem stehen elf weitere Fußballer auf einer Liste von insgesamt 1000 Personen, die mit Doping in Verbindung gebracht werden. Der kontroversen Entscheidung ging einer Untersuchung der WADA voraus, die ergab, dass es in Russland ein staatliches Dopingprogramm gebe, das mindestens von 2011 bis 2015 gelaufen sei.

Unter den mehr als 30 betroffenen Sportarten war auch Fußball. Bislang waren Russlands Fußballer von konkreten Doping-Vorwürfen verschont geblieben.

Fünf Spieler des WM-Teams von 2014 gehören auch zum Aufgebot der Sborjnaja beim Confederations Cup, bei dem der Gastgeber am Samstag durch ein 1:2 gegen Mexiko in der Gruppenphase scheiterte.

Russlands Fussball-Nationalteam steht ein Jahr vor der WM im eigenen Land angeblich unter Doping-Verdacht. Im kommenden Jahr ist Russland WM-Gastgeber.

Mutko wurde von der WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur) als zentraler Akteur im Dopingskandal ausgemacht, bestritt jedoch stets jegliche Kenntnis darüber - geschweige denn, darin involviert gewesen zu sein. Bei den Olympischen Spielen 2016 waren viele Athleten ausgeschlossen worden, an den Paralympics durfte kein Russe teilnehmen.

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