Löw plant Spielpause für Draxler - Can fraglich gegen Kamerun

Die DFB-Elf um Shkodran Mustafi, Matthias Ginter (M.) und Niklas Süle (r) spielte 1:1 gegen Chile. "Es war für uns ein Spiel mit allerhöchsten taktischen Ansprüchen, die wir zu erfüllen hatten", sagte der 57-Jährige, der seinen 100. Sieg als Bundestrainer halt noch einmal vertagen musste. "Ich habe ihn ganz vorne hingestellt, weil ich wollte, dass er die Bälle gut verarbeitet", erläuterte Löw und urteilte: "Das hat er hervorragend gemacht". "Wir wollen schon Erster werden". "Er hat in der Zeit, in der er bei uns ist, absolut überzeugt - nicht nur wegen seiner Tore".

Löw hat allerdings einen guten Grund dafür.

Stindl ging weite Wege, bot seinen Mitspielern immer wieder eine Anspielstation und stand bei der präzisen Hereingabe von Jonas Hector genau richtig (41.). "Er ist ruhig und selbstsicher, zeigt keine Anzeichen von Nervosität, ist eine sehr gute Persönlichkeit und ein sehr guter Spieler", lobte Löw. Für den Schalker war es wie bei Stindl das erste Länderspieltor gewesen. Der Gladbacher überzeugte auch in ungewohnter Rolle als Sturmspitze. "Ich habe versucht, das Beste daraus zu machen und das gegnerische Aufbauspiel zu stören", sagte Stindl gewohnt zurückhaltend.

Die Krönung war sein zweites Turniertor. "Es war ein sehr guter Angriff von der Art und Weise, wie das Tor herausgespielt wurde", schilderte der Schütze. "Das wird nicht einfach gegen Kamerun", sagte Mittelfeldspieler Emre Can.

Die Entschlossenheit, mit der Stindl im Strafraum den erfolgreichen Abschluss suchte, äußerte er auch beim Blick auf die nächsten Ziele. "Wir wollen natürlich den maximalen Erfolg, wollen natürlich noch Gruppensieger werden", formulierte Torschütze Lars Stindl in der Tataren-Hauptstadt Kasan selbstbewusst.

Auch Löws Ziel lautet, den punktgleichen Tabellenführer Chile im Fernduell doch noch zu überholen.

Als Gruppenerster könnte der DFB-Tross in Sotschi bleiben und in der Olympia-Stadt am Schwarzen Meer auch das Halbfinale am kommenden Donnerstag bestreiten. Vermutlich würde der Weltmeister im Kampf ums Endspiel auch Europameister Portugal aus dem Weg gehen. Das junge deutsche Perspektivteam hatte Anfangs noch große Mühe mit den körperlich überlegenen Südamerikanern, fand aber nach der Pause deutlich besser ins Spiel und verdiente sich den Punkt mit großem Kampfgeist.

Chile, bei denen u.a. Arturo Vidal und Alexis Sanchez in der Startelf standen, erwischte gegen den jungen Nachwuchs der Weltmeister den besseren Start und setzte die deutsche Auswahl früh unter Druck.

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