Merkel und Kern sehen positiven Start

Doch es gab auch Stimmen, die andere Prioritäten setzten: Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, für sie sei es wichtiger, die Zukunft der EU zu gestalten.

"Wir erleben die Rückkehr der EU eher als eine Lösung denn als Problem", frohlockte Tusk in seiner Einladung an die EU-Chefs. Er habe britischen Freunden, die dafür seien, gesagt, "dass die EU in der Tat auf Träumen gebaut worden ist, die unmöglich zu erreichen erschienen".

Offen ist an Mays Angebot nicht nur, auf welchen Tag dieses Fristdatum soll, sondern auch, was mit den Lebenspartnern von Unionsbürgern passiert, die selbst keinen EU-Pass haben. "Also, wer weiss?", sagte Tusk - und fuhr dann mit einem Zitat aus John Lennons Lied "Imagine" fort: "You may say I'm a dreamer, but I'm not the only one" (Ihr könnt mich einen Träumer nennen, aber ich bin nicht der einzige). "Nicht für Träume und Ungewissheit", twitterte er.

Der EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel ist beendet. Die deutsche Kanzlerin, Angela Merkel, erklärte, Mays Vorschlag sei "ein guter Anfang", aber nicht der Durchbruch. Und Macron gab an, er stehe für ein "schützendes Europa".

Die europäischen Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden wegen der unzureichenden Fortschritte im Friedensprozess für die Ukraine um weitere sechs Monate verlängert. Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten am Donnerstagabend in Brüssel.

EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte bereits im Einladungsschreiben darauf verwiesen, dass die politisch angeschlagen wirkende EU nach den Wahlsiegen proeuropäischer Parteien insbesondere in Frankreich "langsam über den Berg kommt".

Die EU hatte die Wirtschaftssanktionen gegen Russland trotz Milliardenverlusten für heimische Unternehmen zuletzt im vergangenen Winter bis zum 31. Juli 2017 verlängert. Dies ist noch nicht der Fall. Macron sagte in einem Interview der polnischen Zeitung "Gazeta Wyborca", osteuropäische Länder verrieten mit ihrer Weigerung, ein festgelegtes Kontingent von Flüchtlingen aufzunehmen, europäische Werte. Allerdings müsse die andere Seite ähnliche Zusagen auch für die Briten in der EU machen.

Die Geldzuweisungen der EU nähmen sie aber gerne an. Ein Sprecher des polnischen Präsidenten Andrzej Duda, Krzysztof Lapinski, erwiderte, die finanziellen Mittel, die die EU Polen gewähre, verpflichteten es nicht dazu, Flüchtlingsquoten Brüssels zu akzeptieren.

Einig waren sich Bundeskanzler Christian Kern und der neue französische Präsident Emmanuel Macron in Sachen Vermeidung von Lohn- und Sozial-Dumping und in der Bekämpfung von unfairem Handel.

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