Sessions bestreitet Verwicklung in Russland-Affäre

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Wie gut, dass es Wochenenden gibt. Eine Trump-Sprecherin entgegnet: Der Präsident sei kein Lügner. Unter Druck geraten, blies der Ex-Senator aus Alabama zum Gegenangriff, indem er seinen Kritikern Falschaussagen unterstellte.

Der amerikanische Justizminister Sessions hat Vorwürfe in der Affäre um einen möglichen Einfluss Russlands auf den US-Wahlkampf zurückgewiesen. Er sei über das Thema seit dem Tag nach seinem Amtseid nicht mehr gebrieft worden.

Der Vorsitzende dieses Ausschusses ist, im Gegensatz zu jenem im Senat, ein Demokrat und leidenschaftlicher Trump-Gegner: Adam Schiff.

Im Weißen Haus wurde dem US-Präsidenten allerdings stark davon abgeraten, zu versuchen, Mueller abzusägen, wie CNN unter Berufung auf Trump nahe stehende Quellen berichtet. Auch Sessions' Rolle in der Russlandaffäre ist umstritten.

Traf Sessions Kisljak ein drittes Mal? Der ehemalige FBI-Chef zitierte auch aus Gesprächsprotokollen, die er nach seinen Gesprächen mit Trump angelegt hatte. Erst im März gab er die Treffen zu. Diesmal ist Justizminister Sessions dran. Später hatte Trump sie mit den Russl. Sessions war es, der Anfang Mai Comeys Entlassung empfahl. Außerdem stand die Frage im Raum, ob er selber daran mitwirkte, Ermittlungen im Zuge der Russland-Affäre zu blockieren.

Was wird man Jeff Sessions fragen?

Trumps Vertrauter Christopher Ruddy sagte nun dem Sender PBS, der Präsident ziehe in Betracht, die Sonderermittlung zu beenden. Ein Umstand, der Trump in Rage gebracht haben muss: Mueller gilt als beinharter Ermittler. Sollte Trump zu diesem Mittel greifen und das Justizministerium anweisen, Mueller von seiner Aufgabe zu entbinden, prophezeien Juristen in Washington eine Verfassungskrise.

Trump zeigt sich nicht erfreut über den Sonderermittler.

Washington. Er hat seine heikle Arbeit noch gar nicht richtig aufgenommen, da steht Robert Mueller schon im Sperrfeuer der Kritik. Es sei eine "entsetzliche und widerwärtige Lüge", zu behaupten, er habe im Wahlkampf insgeheim mit den Russen zusammengearbeitet, sagte Sessions. Trump dementiert das seit jeher. Denn zu diesem Zeitpunkt war Sessions bereits sicherheitspolitischer Berater für das Wahlkampfteam von Trump. Weil sich sein direkter Vorgesetzter - Justizminister Jeff Sessions - im letzten Moment dazu entschieden hatte, eine Anhörung im Haushaltsausschuss des Senats zu schwänzen, nahmen die Ausschussmitglieder am Dienstag stattdessen die Nummer zwei des Ministeriums in die Zange. Er will noch alleine mit Comey reden. Wie Comey stand Sessions unter Eid.

In dem Gespräch fordert Trump nach Comeys Verständnis den FBI-Chef auf, die Ermittlungen gegen Michael Flynn fallenzulassen. So heikel ist die Russland-Causa geworden, dass Trump mittlerweile nur noch seinen Rechtsbeistand Marc Kasowitz für sich sprechen lässt. Dieser untersteht dem Justizministerium. Comey hatte vergangene Woche von "problematischen" Verbindungen des Ministers gesprochen. Er setzte den 72-jährigen Spitzenjuristen ein, da Ressortchef Jeff Sessions als befangen galt. Dieser soll auf die Anfrage nicht reagiert haben.

Wie gefährlich ist die Anhörung Sessions für Trump? . Zuletzt hatte Ex-FBI-Chef Comey über Russland und künftige Wahlen gesagt: "Sie sind hinter Amerika her". In dem Fall könnte eine falsche Aussage auch rechtliche Konsequenzen haben.

Nach Darstellung seiner Mitarbeiter fand das Treffen allerdings im Rahmen seiner Tätigkeit als Abgeordneter und nicht als Mitglied in Trumps Team statt. Diese Einlassungen Comeys rückten ihn mit ins Zentrum der Russland-Affäre. Er fühlt sich allerdings in allen Punkten bestätigt, die Comey zu Trumps Gunsten ausgesagt hat. Der US-Präsident hatte selbst immer wieder hervorgehoben, dass gegen ihn persönlich nicht ermittelt werde. Der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein sagte, er sehe derzeit keine Gründe für einen solchen Schritt.

Keine geheimen Treffen, keine Treffen mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak, die etwas mit den Vorwürfen zu tun hatten. Comey hat aber als ein Ergebnis der FBI-Ermittlungen berichtet, es habe drei Treffen gegeben. Das bedeute aber nicht, dass er mauere, sagte Sessions auf Nachfragen demokratischer Senatoren.

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